Kosten für Pumptrack in Schützingen steigen auf rund 500.000 Euro: Gemeinderat zieht die Reißleine
Illingen. Illingen. Der Bau einer Pumptrackanlage für die Schützinger Jugend steht auf der Kippe. Nachdem die Kosten für das Projekt stetig steigen, zogen die Illinger Räte am Mittwoch die Reißleine. Nun soll geprüft werden, ob die Anlage auf dem Sportgelände gebaut werden kann. Dann würden zumindest die Ausgaben für die Aufstellung eines Bebauungsplans wegfallen.
Seit fünf Jahren wird im Illinger Gemeinderat über den Bau einer Pumptrackanlage in Schützingen diskutiert. Im Juli dieses Jahres lag dem Gremium schon die Vorlage für den Baubeschluss und die Ausschreibung der Arbeiten zur Beratung vor, als sich am Tag vor der Sitzung herausstellte, dass vor dem Bau die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig ist. Der würde nicht nur weitere Kosten verursachen sondern würde auch den Baubeginn um mindestens ein Jahr verschieben.
Am Mittwoch nun sollten die Gemeinderäte exakt über die nächsten Verfahrensschritte entscheiden. Zunächst stand der Auftrag zur Änderung des Flächennutzungsplans auf der Tagesordnung. Ihm sollten weitere für die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendige Schritte wie die Beauftragung einer Habitatspotentialanalyse und unter anderem einer schalltechnischen Untersuchung folgen.
Beide Tagesordnungspunkte wurden auf Antrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Scheuermann vertagt. Stattdessen soll nun mit dem TV Schützingen und dem Landratsamt Enzkreis geklärt werden soll, ob ein Bau der Anlage auf dem Sportgelände möglich ist.
Sollte dies nicht möglich sein, dann sei das Projekt nicht mehr mehrheitsfähig, betonte UBL-Fraktionsvorsitzender Sascha Reich. Nicht nur ihm laufen die Kosten davon. Angefangen habe man mit Kostenschätzungen von 100.000 Euro. Mittlerweile liege man bei rund 500.000 Euro, stellte Scheuermann fest. Weitere durch den Bebauungsplan anfallende Kosten seien noch nicht abzusehen.
„Wir müssen priorisieren“,
so der Fraktionsvorsitzende weiter und verwies auf die allgemeine auch finanzielle Situation der Gemeinde.
Mit dem Bau des Schützinger Feuerwehrhauses und dem Kindergarten habe man einiges am Laufen. Er wolle hier nicht an Geschwindigkeit verlieren, weil Kapazitäten im Rathaus gebunden werden. Bürgermeister Armin Pioch bestätigte, dass es sich bei der Aufstellung eines Bebauungsplans um ein umfangreiches Verfahren handelt, das Kapazitäten bindet, die dann für andere Vorhaben nicht zur Verfügung stehen.
Für UBL-Rat Andreas Weigel war die Sache klar. „Wenn wir es da nicht machen, ist das Ding tot“, sagte er mit Blick auf eine mögliche Verlagerung auf das Sportgelände. SPD-Vorsitzender Sigi Nonnenmann, zugleich auch TV-Vorsitzender, verweist auf die sportlichen Aktivitäten auf dem Gelände. Zudem werde der Platz als Festplatz genutzt. Er sagte zu, das Thema in den Abteilungen zu besprechen. Der Bau dürfe nicht zulasten der Sportabteilungen gehen.
