Kripo-Einsatz am Pforzheimer Reuchlin-Gymnasium: Vermeintliche Bedrohung entpuppt sich wohl als "Scherz"
Pforzheim. Einen Schreckmoment haben Schüler und Lehrer am Freitagvormittag an Pforzheims Reuchlin-Gymnasium erlebt. Wie die Polizei auf PZ-news-Nachfrage bestätigte, hatte ein Schüler eine Drohung ausgesprochen, die zunächst Schlimmes befürchten ließ. Kripo und mehrere Streifen eilten deshalb zur Schule auf dem Rodrücken.
"Völlig verängstigt" seien Kinder nach Hause gekommen, berichtete zur Mittagszeit eine Mutter PZ-news. Mehrere Schüler seien von Polizisten vernommen worden, die gegen 10 Uhr an das Gymnasium gekommen seien. Ihr Kind habe ihr erzählt, dass ein Junge einem Mitschüler im Laufe der Woche gesagt habe, über eine Waffe zu verfügen. Der Mitschüler habe dessen Äußerung als Drohung verstanden, dass der Jugendliche damit an der Schule Unheil anrichten wolle. "Zum Glück war er so mutig, sich anderen zu offenbaren", urteilt die Mutter.
Polizeisprecherin Carmela Rinaldo bestätigt entsprechende Äußerungen eines Schülers gegenüber einem Kameraden, die als Hinweis auf eine mögliche Bedrohungslage gewertet wurden. Der Schulkamerad habe dies gemeldet, was schließlich zu dem Einsatz führte, an dem neben der Besatzung von drei Streifenwagen auch die Kriminalpolizei beteiligt gewesen sei.
Zügig habe sich herausgestellt, dass keine konkrete Gefährdung vorgelegen habe. Rinaldo geht davon aus, dass es sich um einen "Scherz" gehandelt hat, wobei die Schilderungen besagter Mutter darauf hindeuten, dass einige Schüler noch immer ein mulmiges Gefühl plagt. Laut Polizei hat es gegenüber dem Verursacher dieses Einsatzes eine "erzieherische Ansprache" gegeben.
