Küstenwache kollidiert mit Migrantenboot: Mindestens 15 Tote
Tragödie vor Chios: Nach einer Kollision mit der griechischen Küstenwache bergen Retter Tote und schwer verletzte Migranten – darunter mehrere Kinder. Was über die Ursachen bislang bekannt ist.
Im Hafen der Insel Chios herrschte die ganze Nacht durch nach Berichten von Reportern örtlicher Medien große Aufregung. Verletzte seien fortlaufend von Rettungskräften in das örtliche Krankenhaus transportiert worden. Die Küstenwache habe gemeinsam mit der griechischen Luftwaffe eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Dabei sei auch ein Hubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz gekommen, da weitere Menschen im Wasser vermutet wurden.
Fluchtroute über die Ägäis bleibt gefährlich
Schleuserbanden bringen regelmäßig Migranten aus der Türkei auf die griechischen Inseln der östlichen Ägäis. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten über den Seeweg diese Inseln sowie Kreta und damit die EU. Im östlichen Mittelmeer registrierte das UNHCR im Vorjahr 107 Todesopfer. Offiziere der griechischen Küstenwache gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.
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