Kulturspielfest am Pfälzerplatz: Theater zum Mitmachen, das nah bei den Menschen ist
Pforzheim. Knapp vier Millionen Euro hat sich die Stadt Pforzheim die Sanierung des Pfälzerplatzes kosten lassen. Nun erhält das Flanier-Carrée wenige Monate nach Wiedereröffnung eine besondere Weihe. Denn die Kulturschaffenden der Sektion Darstellendes Spiel im Pforzheimer Kulturrat starten am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr ihre Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Nimm Platz“ mit einem Kulturspielfest am Pfälzerplatz. Das neue Format soll den über viele Jahre organisierten Kinder- und Jugendtheatertag ersetzen.
Knapp vier Millionen Euro hat sich die Stadt Pforzheim die Sanierung des Pfälzerplatzes kosten lassen. Nun erhält das Flanier-Carrée wenige Monate nach Wiedereröffnung eine besondere Weihe. Denn die Kulturschaffenden der Sektion Darstellendes Spiel im Pforzheimer Kulturrat starten am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr ihre Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Nimm Platz“ mit einem Kulturspielfest am Pfälzerplatz. Das neue Format soll den über viele Jahre organisierten Kinder- und Jugendtheatertag ersetzen.
„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Institutionen und freischaffenden Künstlern, das neben Theaterspiel-Ausschnitten auch Mitmachaktionen über Workshops anbietet. Alles ist kostenlos“ -
Tina Züscher, Sprecherin der Sektion Darstellendes Spiel im Pforzheimer Kulturrat
„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Institutionen und freischaffenden Künstlern, das neben Theaterspiel-Ausschnitten auch Mitmachaktionen über Workshops anbietet. Alles ist kostenlos“, sagt Tina Züscher, Sprecherin der Sektion Darstellendes Spiel im Kulturrat. Die Planungszeit dafür habe rund eineinhalb Jahre gedauert. Als Veranstalter tritt das Kulturhaus Osterfeld auf. Angedacht sei, das Kulturspielfest jedes Jahr in einem anderen Stadtquartier stattfinden zu lassen. 2027 ist der Oststadtpark ins Auge gefasst, der eigentlich schon dieses Jahr für den Auftakt der Reihe vorgesehen war, derzeit aber umgebaut wird.
Theater zu den Menschen bringen
„Das Kulturspielfest soll eine Familienveranstaltung sein, bei der wir Begegnung schaffen, das Theater zu den Menschen bringen und sie quasi vor der Haustür abholen“, sagt Züscher, die genauso wie ihre Mitstreiter auf gutes Wetter und neben zahlreichen Besuchern auch auf Zaungäste hofft. „Ich fände es schön, wenn beim Fest viele Fenster am Platz aufgingen und die Leute zumindest zuschauen“, sagt sie. „Balkonlogen quasi“, ergänzt Andreas Frane, Schauspieldirektor des Stadttheaters.
Silke Karl vom mobilen Theater vis-à-vis weist darauf hin, dass das Kulturspielfest für Besucher „zum Genießen“ gedacht sei. „Wir machen freiwillige Angebote, die man mitmachen kann, aber nicht muss“, sagt die Künstlerin. Auf alle Fälle stecke eine Menge ehrenamtlicher Arbeit in dem Projekt, sagt Raphael Mürrle vom Figurentheater Brötzingen. „Ohne das wäre es gar nicht zu finanzieren.“ Unterstützt wird das Fest vom Bürgerverein Nordstadt, der für Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sorgt. Auch mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft stehe man in Kontakt, sagt Tina Züscher. Eine Bühne werde aufgebaut, und das Spielmobil des Stadtjugendrings sei ebenfalls dabei. Außerdem sind die Besucher aufgefordert, einen Besen mitzubringen. Denn das Haushaltsgerät mit vielfältig kreativen Einsatzmöglichkeiten zieht sich wie ein roter Faden durch das Festprogramm.
Programm
15-15.30 Uhr: Mitmachangebot, Theaterworkshop Kulturhaus Osterfeld.
15.30-16 Uhr: Spielausschnitt „Aali vom Kanali“, Theater Pforzheim (Anton Engelmann, Timon Schleheck).
16-16.30 Uhr: Theaterworkshop Kupferdächle.
16.30-17 Uhr: Spielausschnitt „Die kleine Hexe“, Theater Fiesemadände im Mottenkäfig
(Carsten Dittrich).
17-17.30 Uhr: Workshop von und mit Junge Bühne (Kupferdächle) und EigenArt (Kulturhaus Osterfeld).
17.30-18 Uhr: Spielteil „Können wir wunschlos glücklich sein?“, Theater Berenike Felger.
18-18.30 Uhr: Mitmachangebot Überraschungs-Workshop.
18.30-19 Uhr: Spielausschnitt „Die Bienenkönigin“, Theater vis-à-vis (Silke Karl und Ute Münch/Klarinette)
