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Rheinstetten -  22.06.2026
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Laut Medienbericht: Toter Schwimmer vom Epplesee soll aus Mühlacker stammen

Rheinstetten/Mühlacker/Maulbronn. Nach dem tödlichen Badeunfall im Epplesee bei Rheinstetten soll das Opfer nach einem Medienbericht aus Mühlacker stammen. In dem Bericht wird die Information der Polizei zugeschrieben. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe konnte die Herkunft des Verstorbenen auf pz-news-Anfrage jedoch nicht bestätigen. Der Sprecher erklärte zudem, ihm sei nicht bekannt, auf welche Angaben sich der Medienbericht stütze.

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Der Epplesee bei Rheinstetten ist ein beliebter Badesee in der Region. Am Wochenende kam dort ein 23-jähriger Schwimmer ums Leben. Foto: picture alliance/dpa

Der 23-Jährige war am Samstagnachmittag beim Baden im Epplesee untergegangen. Eine Zeugin hatte beobachtet, dass der Schwimmer im Bereich des Hundestrandes nicht mehr auftauchte. Gegen 16 Uhr begann eine groß angelegte Suchaktion von Feuerwehr, DLRG, Polizei und Rettungsdienst. Mithilfe von Sonargeräten lokalisierten die Einsatzkräfte schließlich einen Verdachtspunkt im See. Taucher fanden den Mann und brachten ihn an die Oberfläche. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Wie es zu dem Unglück kam, ist bislang unklar. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Eine Obduktion soll nun klären, ob dem Mann beim Schwimmen die Kräfte ausgingen oder ob ein medizinischer Notfall zu seinem Tod führte.

Der Fall erinnert an zwei tödliche Vorfälle am Tiefen See in Maulbronn im vergangenen Sommer. Ende Juni 2025 war dort ein 47-jähriger Mann nach einem nächtlichen Badegang vermisst worden. Sein Begleiter entdeckte am Ufer Kleidung und Rucksack des Mannes. Daraufhin rückten Feuerwehr, Polizei und DLRG mit einem Großaufgebot an. Stunden später wurde der Vermisste tot im See gefunden. Die Ermittler gingen damals von einem Badeunfall aus.

Nur wenige Tage später kam es am Tiefen See zu einem weiteren Todesfall. Ein 88-Jähriger war mit einer Schwimmhilfe zum Sporttreiben ins Wasser gegangen, als er plötzlich in Not geriet. Obwohl Passanten seine Hilferufe hörten und ihn aus dem Wasser zogen, blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Die Polizei sprach damals von einer akuten inneren Ursache und ging von keinem Fremdverschulden aus.

Bereits damals verwies die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf die besonderen Gefahren von Badeseen. Binnengewässer gelten als deutlich risikoreicher als überwachte Freibäder oder Hallenbäder. Gerade zu Beginn der Badesaison würden viele Menschen die Wirkung kalter Wasserschichten unterschätzen. Nach Angaben der DLRG sind bei tödlichen Badeunfällen überdurchschnittlich häufig Männer betroffen. Als Ursachen spielen neben medizinischen Notfällen immer wieder Erschöpfung, Kreislaufprobleme oder Selbstüberschätzung eine Rolle.

Für den Tiefen See war es innerhalb weniger Tage bereits der zweite Todesfall. Zuvor war dort zuletzt im September 2015 ein tödlicher Badeunfall registriert worden. Damals war eine 78-jährige Frau nach einem Notfall im Wasser gestorben.