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Fußball -  20.07.2026
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Legende in England und beim HSV: Kevin Keegan ist tot

Beim HSV und beim FC Liverpool reifte Kevin Keegan zum Weltstar. Überall verehrten ihn die Fans, selbst als Sänger machte er eine gute Figur. Nun ist das Fußball-Idol gestorben.

Kevin Keegan ist tot
Kevin Keegan nach dem Gewinn der Meisterschaft mit dem HSV Foto: picture alliance / dpa

«Die Leute hielten mich für verrückt, Liverpool zu verlassen. Vielleicht hatten sie recht. Aber ich musste mir selbst etwas beweisen», begründete Keegan den Transfer damals. Was er sich beweisen wollte? Dass er der erste Engländer sein könnte, der sich in Deutschland durchsetzt - was ihm auf eindrucksvolle Art und Weise gelang.

Keegan entwickelte sich zu einer der prägendsten Figuren der Bundesliga. 1979 führte er den HSV zur Meisterschaft und wurde zweimal in Folge zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Die Hamburger hatten plötzlich einen internationalen Superstar in ihren Reihen. Der größte HSV-Fußballer seit Uwe Seeler.

«Kevin war ein ganz wichtiger Baustein für diese Mannschaft», erinnerte sich sein früherer Teamkollege Felix Magath im Gespräch mit dem NDR. «Er war ein super Teamplayer und ein super Mensch.» Und: «Er war Vollprofi und uns in der Zeit voraus, was das ganze Auftreten gegenüber Medien und Fans betraf.»

Auch als Sänger erfolgreich

Keegan selbst sagte dem «Kicker» später einmal: «Ich habe in Hamburg mehr über mich selbst gelernt als irgendwo sonst.» Als einer der Besten der Welt kehrte er in seine Heimat zurück, wo seine Karriere langsam ihren Ausklang startete.

Auch der HSV verabschiedete seinen einstigen Star nun. «Der Bundesligist trauert um einen der besten Fußballer, die jemals die Raute auf der Brust getragen haben», hieß es in einem Nachruf auf Keegan. Der Verein werde «seinem ehemaligen Meisterspieler und zweifachen Ballon-d'Or-Gewinner stets ein ehrendes Andenken bewahren».

Später arbeitete Keegan noch als Trainer: Er führte Newcastle United 1996 beinahe zur Meisterschaft und Englands Nationalteam 2000 zur EM. An den Glanz seiner Spielerkarriere knüpfte er als Coach aber nicht an. Aber auch als Trainer blieb Keegan, wie er immer war: kein Taktiktüftler oder Stratege, sondern ein Motivator, der die Spieler mit seiner Art mitriss.

Dass er zwischenzeitlich auch noch als Sänger auftrat, passte irgendwie ins Bild. Keegan tat, wonach ihm der Sinn stand. Ohne sich darum zu scheren, was andere darüber denken könnten. Und er tat es nicht mal schlecht. Seine Single «Head over Heels in Love» landete als Liebeslied in den deutschen Charts.

© dpa-infocom, dpa:260720-930-413171/2

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