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Schömberg -  28.07.2024
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Lehrstunde am Skihang erlebt: Nordschwarzwald Trophy lockt rund 500 Sportler an

Schömberg. Während die meisten die Region gern gemächlich erkunden, waren die rund 500 Teilnehmer der Nordschwarzwald Trophy am Wochenende schneller unterwegs. Zum sechsten Mal fand das Sportevent in Schömberg statt. Organisatorin Karen Stahl war am Sonntagmorgen sehr zufrieden. Die drei Mountainbike-Wettbewerbe am Vortag seien gut gelaufen. Es habe keine großartigen Unfälle gegeben. Der Untergrund sei „griffig“ gewesen – für das Rennen ideale Bedingungen. Gut waren die Bedingungen auch am Sonntag. Der Regen hörte pünktlich zum Start der Laufwettbewerbe auf. Und ein bisschen Matsch gehöre zur NSW Trophy dazu, fand Moderator Peter John.

Sonntags halb zehn in Schömberg: Die Läufer der elf Kilometer langen Kurzstrecke starten auf ihre Runde.
Sonntags halb zehn in Schömberg: Die Läufer der elf Kilometer langen Kurzstrecke starten auf ihre Runde. Foto: Biermayer

Als Letzte starteten die Läufer der Elf-Kilometer-Strecke. Auf der mussten 280 Höhenmeter überwunden werden. Caroline Mang aus Feuerbach nutzte den Wettbewerb als Vorbereitung auf den Berlin-Marathon. Ihr gefiel die abwechslungsreiche Strecke. Für Johannes Weißer aus Sindelfingen war es der erste Trail Run. Er gehe regelmäßig Joggen, so der 42-Jährige. Speziell auf den Wettbewerb habe er sich nicht vorbereitet. Ankommen sei das Ziel. Mit einer guten Grundausdauer sei das machbar, so Stahl. John war da skeptischer. Wenn das Laktat in die Muskeln einschieße, werde es am Berg schnell schwierig.

„Für Untrainierte wird der Skihang eine Lehrstunde“, sagte er.

Adrian Probst war auf jeden Fall gut trainiert. Er wurde in dem Lauf Erster mit 45:51 Minuten. Schnellste Frau war Carmen Keppler vom SV Oberkollbach mit 51:56 Minuten. Die 25-Kilometer-Runde mit 652 Höhenmetern gewann Markus Heinkel in 1:34:17 Stunden. Er war rund sechs Minuten schneller als die Top-Zeit 2023. Die Strecke über 47 Kilometer und 1300 Höhenmeter absolvierte Marco Möhler vom SV Oberkollbach in 3:38:21 Stunden als Schnellster. Den Midi Marsch gewann Stefan Bacher in 3:38:52 Stunden.

Der Samstag gehörte den Mountainbikern. Drei Strecken über 25, 47 und 69 Kilometer standen auf dem Programm. Zwischen 652 und 1920 Höhenmeter mussten die Sportler überwinden. Die Kurzstrecke gewann Matthias Müller in 53:55 Minuten – mehr als sieben Minuten vor seinem ersten Verfolger. Die schnellste Frau war Christine Wax vom SV Oberkollbach mit einer Zeit von knapp 1:32 Stunden. Die Mittelstrecke entschied Roman Schindler in 1:54:08 Stunden für sich. Bei den Frauen lag Anja Elser in 2:27 Stunden vorn. Die Langdistanz absolvierte der Oberlengenhardter Simon Schneller in 2:40:48 Stunden. Damit holte er den ersten Platz. Bei den Frauen gelang das Svenja Betz.

Veranstalter zufrieden

Am Freitag stand der Sprint auf den Aussichtsturm an. Gestartet wurde am Kurhaus. Die Strecke war 950 Meter lang, bis die Sportler die 300 Stufen überwinden mussten (siehe „Rekordteilnehmerzahl beim Lauf auf den Schömberger Aussichtsturm“).

Karen Stahl zog ein positives Fazit. Rund 50 Helfer seien im Einsatz gewesen. Es sei zudem schön, dass die Gemeinde das Projekt unterstütze. John lobte die Hilfe der Feuerwehr, welche die Straßen kurzzeitig gesperrt hatte. Auch von den Teilnehmern habe er viel Positives gehört.

„Viele loben die einzigartige Strecke“, ergänzte Stahl.

Die Teilnehmerzahl sei entgegen dem Trend bei ähnlichen Veranstaltungen stabil. Und das trotz fehlender Übernachtungsmöglichkeiten. Das schrecke Gäste mit weiter Anfahrt ab.