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Justiz -  15.11.2019
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Leitende Oberstaatsanwältin Sabine Mayländer kehrt als Chefin zurück nach Rottweil

Pforzheim/Rottweil. Die Chefin der Staatsanwaltschaft ist – wie bei Juristen üblich – eine vorsichtig formulierende Frau. Vieles sei möglich und denkbar, sagt Sabine Mayländer (56) auf die direkte Frage, was ihre künftige Position und ihr Arbeitsumfeld betrifft. Dabei ist spätestens seit dem Besuch von Landesjustizminister Guido Wolf in dieser Woche in Pforzheim beim Haus des Jugendrechts so gut wie sicher, dass die Leitende Oberstaatsanwältin demnächst Chefin der Anklagebehörde in Rottweil wird, woher sie – damals noch Behörden-Vize – als Nachfolgerin der nach Stuttgart gewechselten Sandra Bischoff 2016 gekommen war.

Sabine Mayländer, die Leitende Oberstaatsanwältin, verlässt Pforzheim nach dreieinhalb Jahren. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Sabine Mayländer, die Leitende Oberstaatsanwältin, verlässt Pforzheim nach dreieinhalb Jahren. Foto: PZ-Archiv/Ketterl

Formal fehlt noch der Kabinettsbeschluss und die Unterschrift des Ministerpräsidenten. Doch das gilt als sicher. Wolf, der Mayländer in ihr Amt eingeführt hatte, gratulierte schon mal informell.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil ist zwar kleiner als die Pforzheimer mit nominell 17 Köpfen – doch bietet mit der R 3-Besoldung eine geringfügig bessere Dotierung, und vor allem: Rottweil, Residenz eines Landgerichts, hat eine eigenständige Staatsanwaltschaft, Pforzheim (ohne eigenes Landgericht) hingegen ist eine Zweigstelle der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, und der dortige Leitende Oberstaatsanwalt steht in der Hierarchie über Mayländer.

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Frei wurde die Stelle in der ältesten Stadt Baden-Württembergs durch den Weggang des Behördenleiters zur Staatsanwaltschaft Stuttgart. Die kennt Mayländer gut – es war ihre erste Station nach dem Jurastudium. Zuletzt war sie dort hauptamtliche Pressesprecherin. Zumindest kommissarisch wird Mayländers Vize, Oberstaatsanwalt Harald Lustig, die Pforzheimer Behörde leiten. Er war für die pensionierte Gabi Gugau nach Pforzheim gekommen.

Autor: ol