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Wiernsheim -  01.06.2026
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Mehr Sicherheit an der L1134 bei Wiernsheim: Neuer Geh- und Radweg soll Gefahrenstelle entschärfen

Wiernsheim. Wer am „Weinbergschneckenweg“ die Straße zwischen Pinache und Dürrmenz überqueren will, muss bislang direkt an der Fahrbahn entlanglaufen oder auf den Graben ausweichen. Nun plant das Regierungspräsidium einen Geh- und Radweg mit Sicherheitstrennstreifen. Die Strecke gilt seit Jahren als problematisch.

Wer am „Weinbergschneckenweg“ zwischen Pinache und Dürrmenz zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Landesstraße 1134 überqueren will, braucht bislang Mut – oder zumindest eine günstige Lücke im Verkehr. Denn die Verbindung endet derzeit an der Straße und setzt sich erst rund 50 Meter weiter fort. Wer hier queren will, muss deshalb direkt am Fahrbahnrand entlang – oder in den Graben neben der Straße ausweichen. Weil die Strecke dort ohnehin schon schmal ist, wird es besonders eng, wenn Autos oder Lastwagen vorbeifahren. Nun soll dort noch in diesem Jahr ein rund 50 Meter langer gemeinsamer Geh- und Radweg mit Sicherheitstrennstreifen parallel zur Landstraße entstehen und die Situation entschärfen.

Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Nico Gunzelmann mitteilt, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigt, dass dem Ausbau im Sommer oder Herbst dieses Jahres keine erkennbaren Hindernisse entgegenstehen. Geplant ist westlich der L 1134 ein rund 50 Meter langer Parallelweg, der Fußgänger und Radfahrer künftig gefahrloser an der Straße vorbeiführen soll, ohne dass sie auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

„Auch an stark befahrenen Straßen im ländlichen Raum ist die Sicherheit von Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrern kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich, dass das Regierungspräsidium hier eine konkrete Lösung auf den Weg bringt“,

teilt Gunzelmann in einer Mitteilung mit.

Nach Angaben des Abgeordneten hatte er sich nach Hinweisen aus der Bürgerschaft beim Regierungspräsidium für eine rasche Umsetzung eingesetzt.

Wiernsheims Bürgermeister Matthias Enz betont allerdings, dass die Planungen für die Maßnahme schon länger liefen. Ein Vorentwurf habe bereits im Juli vergangenen Jahres vorgelegen, die Vereinbarung zwischen Gemeinde und Regierungspräsidium Karlsruhe sei im März unterzeichnet worden. „Ich freue mich sehr, dass diese Maßnahme umgesetzt wird und eine zusätzliche Sicherheit bei der Querung der L 1134 bietet“, teilt Enz mit. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt nach Angaben des Rathauschefs gemeinsam mit weiteren Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt Wiernsheim, wo die Fahrbahndecke erneuert werden soll. Die Kosten für den Ausbau trägt das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Bekannte Unfallstrecke

Dass die L 1134 zwischen Pinache und Dürrmenz seit Jahren als problematisch gilt, ist indes nicht neu. Bereits 2014 hatte die PZ den Abschnitt im Rahmen ihrer Serie „Spur der Gefahren“ untersucht. Damals registrierte die Polizei innerhalb von drei Jahren 23 Unfälle auf der rund 3,5 Kilometer langen Verbindung vom Höhenbereich bei Pinache hinunter ins Enztal nach Dürrmenz. Ein Motorradfahrer kam dabei ums Leben.

Auffällig war schon damals, dass sich die Unfälle nicht nur in den engen Kurven im Waldstück häuften, sondern auch auf dem Abschnitt davor zwischen dem Ortsausgang Pinache und dem Beginn des Waldes. Aber besonders der Bereich im Wald gilt wegen seiner kurvenreichen Führung, des Gefälles und teils hoher Geschwindigkeiten seit Jahren als anspruchsvoll. Immer wieder geraten Fahrzeuge dort ins Schleudern, kommen von der Straße ab oder stoßen mit dem Gegenverkehr zusammen. Noch im Dezember vergangenen Jahres wurden bei einem Frontalzusammenstoß in einer Kurve drei Menschen verletzt (siehe Infokasten).