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Unfall -  16.02.2026
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Mehr Verkehrstote in Pforzheim und der Region - aber keine tödlichen Unfälle auf der A8

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Mehr Unfälle mit Radfahrern und Kindern und deutlich mehr Verkehrstote – allerdings keine tödlichen Unfälle auf der A8: Die Verkehrsunfallstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Pforzheim zeigt ein gemischtes Bild. 

Die Zahl der Unfälle ist kaum gestiegen - dafür jedoch die Zahl der Verkehrstoten.
Die Zahl der Unfälle ist kaum gestiegen - dafür jedoch die Zahl der Verkehrstoten. Foto: benjaminnolte - stock.adobe.com (Symbolbild)

Während die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,6 Prozent gestiegen ist, gibt es deutlich mehr Unfällen mit Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Radfahrern und Pedelec-Nutzern, wie die Polizei in der Verkehrsunfallstatistik 2025 schreibt. 

Unfälle mit Verletzten und Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen nahm laut der Verkehrsunfallstatistik im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Stadtkreis Pforzheim mit einen Plus von 20 Prozent aus. In den Landkreisen Calw und Freudenstadt war hingegen ein Rückgang festzustellen. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich die Entwicklung weiterhin im durchschnittlichen Bereich.

Im Jahr 2025 verloren im Präsidiumsbereich 27 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das sind acht Verkehrstote mehr als im Vorjahr, was einem einem Anstieg um 42,1 Prozent entspricht. Während die Zahl der tödlich Verletzten im Stadtgebiet Pforzheim leicht zurück ging und in den Landkreisen Calw und Freudenstadt unverändert blieb, war im Enzkreis ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass überdurchschnittlich häufig ältere Menschen und junge Erwachsene Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen waren. Mehr als die Hälfte der tödlich Verunglückten entfällt auf diese beiden Altersgruppen. Rund zwei Drittel der Getöteten gehörten zudem zur Gruppe der vulnerablen Verkehrsteilnehmer. 

Auf der A8 gab es 2025 laut der Verkehrsunfallstatistik keine tödlich verletzten Personen.

Unfallursachen und Hauptfaktoren

Als häufigste Unfallursachen erwiesen sich ungenügender Sicherheitsabstand und nicht angepasste Geschwindigkeit. Auch auf der A8 bei Pforzheim stellte mangelnder Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug die häufigste Ursache dar.

Im Stadtkreis Pforzheim waren Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren die häufigste Unfallursache. Auf allen anderen Straßen war bei den tödlichen Verkehrsunfällen in rund einem Viertel der Fälle überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich.

Entwicklung bei Zweirädern und Elektrokleinstfahrzeugen

Die Zahl der Motorradunfälle erhöhte sich laut der Verkehrsunfallstatistik leicht um 1,8 Prozent. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von drei auf acht Fälle. Die registrierten Fahrradunfälle nahmen um 10,8 Prozent zu. Die Zahl der dabei verletzten Radfahrer stieg um 12,3 Prozent. In etwa sieben von zehn Fällen waren die Radfahrer selbst Hauptverursacher des Unfalls. Auch bei Pedelecs wurde ein Anstieg der Unfallzahlen um 10,5 Prozent festgestellt.

Auffällig dabei: Alle tödlich verunglückten Radfahrer waren mit einem Pedelec unterwegs.

Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen stiegen um 13,3 Prozent, die Zahl der verletzten Nutzer nahm um 16,1 Prozent zu.

Unfälle mit Kindern

Der Statistik ist zu entnehmen, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern sich um 7,1 Prozent erhöhte. Unfälle mit Personenschäden von Kindern stiegen um 12,2 Prozent. Diese Entwicklung wird von der Polizei besonders aufmerksam beobachtet und bildet für 2026 einen Handlungsschwerpunkt, heißt es.

Alkohol- und drogenbedingte Verkehrsunfälle

Sowohl alkohol- als auch drogenbeeinflusste Verkehrsunfälle nahmen weiter zu. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg um 7,3 Prozent, drogenbedingte Unfälle um 9,7 Prozent. Besonders betroffen waren der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die A8.

Prävention und Kontrolle

Die Erhöhung der Verkehrssicherheit bleibt ein zentraler Schwerpunkt des Polizeipräsidiums Pforzheim. Zur Umsetzung der Ziele der Vision Zero werden die Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Jahr 2026 weiter intensiviert werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer sowie auf der Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Abstand und Fehlverhalten beim Abbiegen.

Im Bereich der Prävention arbeitet die Polizei weiterhin eng mit Schulen, Kindergärten und weiteren Partnern zusammen, um die Kompetenzen zur Teilnahme am Straßenverkehr frühzeitig zu stärken. Zusätzliche Schwerpunkte bilden Informationsangebote zum sicheren Umgang mit Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen sowie die Sensibilisierung für die Gefahren von Alkohol- und Drogenfahrten.

Autor: pol