Meilenstein für die Hermann-Hesse-Bahn: Direkte Verbindung von Calw nach Renningen
Renningen. Seit dem 14. Juni fährt die Hermann-Hesse-Bahn (HHB) in ihrer finalen Ausbaustufe: Die Züge verbinden nun durchgehend Calw über Althengstett, Ostelsheim und Weil der Stadt mit Renningen – und das werktags im Halbstundentakt. Anlässlich dieses Meilensteins fand am 15. Juni eine Feierstunde am Bahnhof Renningen statt, zu der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Presse eingeladen waren.
Die Inbetriebnahme war mit einer einwöchigen Vollsperrung der Strecke zwischen Renningen und Weil der Stadt verbunden. In dieser Zeit wurden neue Signale zwischen den beiden Stationen errichtet sowie die Signale und Weichen am neuen HHB-Bahnsteig (Gleis 4) in Renningen an das Stellwerk der Deutschen Bahn angebunden. Diese Arbeiten waren die technische Voraussetzung dafür, dass die Hermann-Hesse-Bahn nun neben der S-Bahn in den Bahnhof Renningen einfahren kann.
Ab sofort fahren werktags zwei Züge pro Stunde auf der gesamten Strecke von Calw bis Renningen (außer im Berufsverkehr). An Wochenenden und Feiertagen gilt weiterhin der bewährte Stundentakt mit ganztägigen Direktzügen zwischen Calw und Renningen. Landrat Helmut Riegger, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Hermann-Hesse-Bahn und Vorsitzender des Landkreises Calw, zeigte sich hocherfreut:
„Mit der Durchbindung bis Renningen und dem Halbstundentakt ist die Hermann-Hesse-Bahn jetzt das, was wir von Anfang an wollten: eine echte, verlässliche Alternative zum Auto für die Menschen in unserer Region. Rund 25.000 Fahrgäste monatlich zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind – und dieser Weg führt jetzt bis nach Renningen.“
Melanie Hettmer, Bürgermeisterin der Stadt Renningen, betonte die Bedeutung des Anschlusses für ihre Stadt: „Renningen profitiert in beide Richtungen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben jetzt eine komfortable Direktverbindung in den Nordschwarzwald nach Calw – ein echter Mehrwert für Ausflug und Erholung, zumal die Züge Fahrräder kostenlos mitnehmen.
Gleichzeitig entlastet die Bahn unsere Straßen spürbar vom Individualverkehr: Das ist gut für die Menschen hier und gut für die Umwelt.“Frank von Meißner, Geschäftsführer des Zweckverbands Hermann-Hesse-Bahn, blickt nach anstrengenden Wochen auf ein erreichtes Ziel: „Nach intensiven Bauarbeiten und einer anspruchsvollen Projektphase sind wir jetzt wirklich am Ziel. Die Hermann-Hesse-Bahn fährt nicht nur halbstündlich – sie fährt jetzt auch durchgehend bis Renningen. Das heißt konkret: Ein Calwer Pendler braucht mit nur einmal Umsteigen nur rund 42 Minuten bis nach Sindelfingen.“
Fahrgäste sollten beachten, dass unter der Woche in den Berufsverkehrszeiten die Züge der Hermann-Hesse-Bahn nicht bis Renningen durchfahren können und daher in Weil der Stadt enden.
