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Pforzheim -  21.09.2023
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Mit diesen 5 Bausteinen soll Pforzheims City attraktiver werden

Pforzheim. Der Bescheid kam im März: Pforzheim erhält 2,32 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ – die Stadt selbst muss 350 000 Euro berappen. Ziel der insgesamt 35 geplanten Projekte soll sein, die Innenstadt aufzuwerten, die Quartiere nördlich und südlich der Enz besser zu vernetzen, dabei die Ufer mit einzubeziehen, neue Veranstaltungsformate zu entwickeln und zusätzliche Akteure mit einzubinden

Tango Loco Rossbrücke
Veranstaltungsformate, die die City und ihre Flussufer beleben (hier das Tango-Event am Willi-Weigelt-Platz), sind gefragt. Foto: Meyer

Die Umsetzung wird sportlich, der Förderzeitraum endet im August 2025. Zugleich sieht Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) die Chance, zu zeigen, wie übergreifend der städtische Eigenbetrieb arbeitet, so dessen Direktor Oliver Reitz. Die konkreten Vorhaben, die er dem Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung vorstellte, gliedern sich in fünf Bausteine.

Machbarkeitsstudien, Beratungsleistungen, Gutachten und Planungen:

Noch in diesem Jahr sollen an unterschiedlichen Standorten die Besucherströme gemessen werden, um künftige Aktionen danach auszurichten. Mithilfe eines digitalen Fußgänger-Leitsystems sollen in Echtzeit nicht nur Orte, sondern dortige Veranstaltungen wie etwa das Oechsle Fest auf dem Marktplatz angezeigt werden.

Verfügungsfonds:

Aber auch kleine Aktionen sollen Wirkung zeigen. Deshalb sind Bürger, Vereine, Kulturschaffende und Gewerbetreibende aufgefordert, ihre Ideen zur Belebung der Innenstadt einzubringen. Möglich sind im Rahmen des Verfügungsfonds etwa Verschönerungsmaßnahmen, Aktionstage, Quartiersfeste, Spielgeräte, Ausstellungen oder kleine Schritte zur Belebung von Leerständen. Gefördert wird nach Prüfung der online eingereichten Bewerbungen durch eine Jury mit maximal 5000 Euro. Weitere Infos auf www.ws-pforzheim.de/ziz-verfuegungsfondshtml.html.

Kooperationen und Beteiligungsformate:

Mit Blick auf die zentralen Leerstände wird es Netzwerke und Austauschplattformen geben. Hier fließen Mittel auch in die konzeptionelle Beratung, etwa bei der energetischen Sanierung oder Vermittlung potenzieller Mieter. Ein erster Austausch ist bereits für November geplant. Daneben sollen multikulturelle Communities in den Prozess der Stadtentwicklung eingebunden werden. Es werde viel über sie – und künftig verstärkt mit ihnen geredet, so Reitz. So wolle man Identität und Verantwortungsbewusstsein für die eigene Stadt schaffen. Das gilt auch für die Generationen Y und Z, also die Millenials und die nachfolgende Generation – Pforzheims Zukunft also. Für sie sollen neben Aktionen des Jugendgemeinderats zusätzliche Beteiligungsformate geschaffen werden.

Innenstadtmarketing:

Um die Flussufer zu beleben, wird es in den Sommermonaten am Waisenhausplatz eine schwimmende Bühne auf der Enz geben. Sie soll etabliert werden und künftig Platz für Kultur, Musik und Lesungen bieten. Nun startet auf dem Waisenhausplatz am 16. November aber erstmal die Pforzheimer Winterwelt in die zweite Saison. Sie wird weiterentwickelt. Dabei werden nicht nur die bauliche Anordnung und Gestaltung optimiert, es gibt separate Stockbahnen, mit dem neuen Pächter Rafael Müller bilden Waldschänke und Schlittschuhverleih künftig eine Einheit, zudem steht eine Winterolympiade an. Eine wesentliche Verbesserung: Der Gerüstunterbau wird durch Schwerlastböden ersetzt, die direkt auf die Mauerreste aufgelegt werden können. So braucht es keinen Höhenausgleich zwischen Kufenland und Stadl.

Bauliche Maßnahmen:

Man setze dieser Tage mit den Stadtwerken alles daran, die Leitungen für Strom und Wasser auf dem Waisenhausplatz dorthin zu verlegen, wo sie für die Winterwelt, aber auch für mögliche weitere Formate eine deutlich bessere Versorgung bewirken, so Reitz.

Autor: tel