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Pforzheim -  09.09.2026
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Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Huchenfeld: Bauen rechnet sich kaum noch

Pforzheim. Die Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Huchenfeld fand am Dienstagabend statt. Per Handzeichen und jeweils einstimmig wurde der Jahresabschluss 2025 (mit einer Bilanzsumme von 27,882 Millionen Euro) festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Wiedergewählt – ohne Gegenstimme – wurden im Landgasthof Hoheneck der Vorsitzende des Aufsichtsrats Andreas Herkommer und das Aufsichtsratsmitglied Werner Jost.

Ziehen Bilanz: Stefan Müller (Mitglied des Aufsichtsrats), Andreas Herkommer(Aufsichtsratsvorsitzender), Wulf Oppelt (Mitglied des Aufsichtsrats), Robert Horvat (Vorstandsvorsitzender), Werner Jost (Mitglied des Aufsichtsrats), HeikeTroeger-Linne (Mitglied des Aufsichtsrats) und Günther Friesenhahn(Vorstandsmitglied; von links). Robin Daniel Frommer
Ziehen Bilanz: Stefan Müller (Mitglied des Aufsichtsrats), Andreas Herkommer(Aufsichtsratsvorsitzender), Wulf Oppelt (Mitglied des Aufsichtsrats), Robert Horvat (Vorstandsvorsitzender), Werner Jost (Mitglied des Aufsichtsrats), HeikeTroeger-Linne (Mitglied des Aufsichtsrats) und Günther Friesenhahn(Vorstandsmitglied; von links). Robin Daniel Frommer Foto: Robin Daniel Frommer

Abwartende Aktivitäten

Die wohnungswirtschaftliche Situation in Huchenfeld und Umgebung spiegelte sich im Bericht des Vorstandsvorsitzenden Robert Horvat wider. Er schilderte die bis November 2023 ausgeführten Neubauten – drei Mehrfamilienhäuser in Huchenfeld – und charakterisierte die seither schlechten Rahmenbedingungen für alle Bauvorhaben mit drei Kernfaktoren: „hohe Baukosten, fehlende Fördermittel und stark gestiegene Bauzinsen“.

Zum für 2025 genehmigtem Bauprogramm in Huchenfeld und Neuhausen sagte er mit offensichtlichem Bedauern: „Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen wurden alle Bauvorhaben vorerst zurückgestellt.“

Die Gesamtbauleistung der Baugenossenschaft Huchenfeld hatte zum 31. Dezember 2025, so Horvat weiter, 955 Wohnungen, 530 Garagen, elf gewerbliche Einheiten sowie auf einen Kindergarten. Der aktuelle Bestand wies zum Ende des Berichtsjahres 276 Wohneinheiten aus. Weiter führte er aus: „Die Anzahl der notwendigen Neubauwohnungen kann nicht erreicht werden, was wiederum zu Wohnraumverknappung und steigenden Mietpreisen führt. Leerstände bei Mieterwechseln sind auf ein Mindestmaß gesunken und fallen überwiegend nur noch bei Instandsetzungsmaßnahmen an.“

Sobald sich die schwierigen Rahmenbedingungen verbessern, wolle die Baugenossenschaft Huchenfeld den Neubaukurs weiterführen und die bereits genehmigten Neubauvorhaben umsetzen, so Horvat weiter. „Der Genossenschaft stehen rund 5500 Quadratmeter erschlossener Grundstücksflächen zur Bebauung zur Verfügung.“

Gutes Gesamtergebnis

Abschließend ließ er die im Gasthof Hoheneck versammelten Mitglieder wissen: „Beteiligungen aus dem Anlagevermögen waren dauerhaft werthaltig. Zur Abdeckung von Haftungen und Betriebsrisiken waren in ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war jederzeit gewährleistet. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen haben wir sämtliche vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Mietern, verwalteten Eigentümern und sonstigen Geschäftspartnern erfüllt.“ Und: „Das im Geschäftsjahr 2025 erzielte Ergebnis ist in Anbetracht der gesamtwohnungswirtschaftlichen Situation als gut zu bewerten.“

Weitere Tagesordnungspunkte der 70. Mitgliederversammlung moderierte der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Herkommer. Zur Verwendung des Bilanzgewinns des vergangenen Jahres teilte er mit, dass der Aufsichtsratden Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von knapp 24.400 Euro für die Ausschüttung einer fünfprozentigen Dividende verwende. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Huchenfeld leitete Gast Joachim Raisch von der Volksbank plus.

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