Nach Aussagen von Kreishandwerksmeister: Diana Zimmer (AfD) weist Kritik an ihrer Partei zurück
Pforzheim. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Diana Zimmer weist die Kritik des Pforzheimer Kreishandwerksmeisters Frank Herrmann an der Wirtschaftskompetenz ihrer Partei entschieden zurück.
Dass sich neben Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und der Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Tanja Gönner, auch Herrmann öffentlich gegen die AfD positioniert habe, wirft für Zimmer die Frage auf, ob sich die Kritiker ausreichend mit dem wirtschaftspolitischen Programm der Partei beschäftigt hätten.
Herrmann hatte der PZ gesagt, die AfD prangere gesellschaftliche Probleme zwar populistisch an, biete aber keine eigenen Lösungen. Zudem fehle der Partei aus seiner Sicht die Wirtschaftskompetenz. Als Beispiel nannte er Forderungen der AfD nach einem Austritt aus der Europäischen Union und der Rückkehr zur D-Mark.
Die Bundestagsabgeordnete widerspricht dieser Einschätzung. Nicht die AfD trage die Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, sondern die Parteien, die seit Jahren regierten. Steigende Energiepreise, zunehmende Bürokratie und hohe Abgaben hätten Unternehmen belastet und den Wirtschaftsstandort geschwächt. Die AfD habe bereits seit 2017 im Bundestag vor den Folgen dieser Entwicklung gewarnt. Produktionsverlagerungen, Standortschließungen und gefährdete Arbeitsplätze wertet sie als Bestätigung ihrer Kritik.
Ihre Partei setze sich nach eigenen Angaben für eine bezahlbare Energieversorgung, den Abbau von Bürokratie, niedrigere Steuern und Abgaben sowie bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen ein. Ziel sei es, den Wirtschaftsstandort wieder wettbewerbsfähiger zu machen und insbesondere den Mittelstand zu entlasten. pm/pz
