Nach Badeunfall in Maulbronn: Polizei sucht nun im Philippsee und Bodensee nach Vermissten
Die Zahl der Ertrunkenen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nachdem erst vor kurzem ein Schwimmer in Maulbronn ums Leben kam, wird nun ein Mann im Philippsee in Bad Schönborn gesucht.
Die Zahl der Ertrunkenen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nachdem erst vor kurzem ein Schwimmer im Maulbronner "Tiefen See" ums Leben gekommen ist, wurde nun ein Mann im Philippsee in Bad Schönborn gesucht.
Am Ufer des Philippsees fand die Polizei den Angaben nach persönliche Gegenstände des Vermissten. Deshalb gingen die Ermittler davon aus, dass der Mann schwimmen ging. Am Donnerstagabend suchte die Polizei den Mann erfolglos. Die Suche wurde mit Polizei, Tauchern und Drohnen fortgesetzt, wie eine Sprecherin der Polizei am Freitag mitteilte. Gegen Mittag wurde sie dann eingestellt, der Mann soll die Nacht bei Bekannten verbracht haben.
Vorfall in Maulbronn
Auch in Maulbronn hatte ein Bekannter Kleidung und Rucksack eines 47-Jährigen am Seeufer gefunden und daraufhin die Polizei alarmiert. Am 30. Juni rücke daher ein Großaufgebot an Einsatzkräften am See an und startete eine aufwändige Suche. Diese wurde jedoch erfolglos nach mehreren Stunden abgebrochen. Erst in der Nacht entdeckte eine Streife die Leiche eines Mannes an der Wasseroberfläche.
Suche am Bodensee
Stundenlang haben Rettungskräfte und Polizei mit Booten sowie einem Hubschrauber am Bodensee nach einer vermeintlich vermissten Person gesucht. Dann wurde die umfangreiche Suche eingestellt. Denn: Der gesuchte 45 Jahre alte Mann aus Friedrichshafen war zu Fuß an den Ort zurückgekehrt, an dem er als vermisst gemeldet worden war.
Laut Polizei war er wohl schwimmen und später an einer anderen Stelle wieder an Land gegangen. Zu Fuß kehrte er schließlich zu seinen Sachen - unter anderem einem Rucksack - zurück. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Einsatz waren an der Suche die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Feuerwehr beteiligt.
Immer mehr Badetote
Nach der DLRG-Statistik stieg die Zahl der Badetoten von 299 im Jahr 2021 auf 411 im Jahr 2024. Alleine am Wochenende vom 21. Juni, also eine Woche vor dem Unglück am "Tiefen See", registrierte die Organisation mindestens 15 Tote bei Badeunfällen - demnach war es das tödlichste Wochenende in diesem Jahr und eines der tödlichsten der letzten zehn Jahre.
Doch woran liegt das? Das erfahrt ihr hier.
