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Miss-Wahl -  07.01.2026
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Nach "Deutschland sucht den Superstar": Aileen Sager aus Birkenfeld belegt Platz 2 bei "Miss Deutschland"

In einem glitzernden rosa Kleid ist Aileen Sager aus Birkenfeld am 5. Januar im HKK Hotel Wernigerode auf der großen Bühne bei der Wahl zur "Miss Deutschland" gestanden – nicht zu verwechseln mit dem Wettbewerb „Miss Germany“. Fast setzte sie sich gegen 20 Mitbewerberinnen durch und sicherte sich den zweiten Platz. Zuvor hatte sie bereits den Titel "Miss Süddeutschland" gewonnen, der ihr die Teilnahme am großen Finale am vergangenen Montag ermöglicht hatte.

Aileen Sager wurde zur Vize-Miss Deutschland gekürt.
Aileen Sager wurde zur Vize-Miss Deutschland gekürt. Foto: Sager/Privat

Als sie sich im Oktober 2025 beworben habe, hätte sie nie damit gerechnet, so weit zu kommen, sagt Sager im Gespräch mit PZ-news. Die Birkenfelderin, die es bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2023 unter die Top 10 geschafft hat, habe auch nicht erwartet, dass ein solcher Wettbewerb etwas für sie sei. Eine Miss-Wahl habe sie lange als oberflächlich abgestempelt – bis sie mit einem Bekannten über das Thema gesprochen habe. Daraufhin habe sie sich selbst informiert und sei überrascht gewesen: Es gehe nicht nur darum, hübsch auszusehen, sagt die 25-Jährige. Viel wichtiger sei es, eine Botschaft zu haben.

„Ich möchte ein Vorbild für junge Frauen sein, die sich in der heutigen Welt viel vergleichen – gerade auf Social Media.“ Sager kenne das von sich selbst: Selbstzweifel. Dabei komme wahre Schönheit von innen. Für sie bedeute das, authentisch und mit sich selbst im Reinen zu sein. „Wenn ich versuche, perfekt zu sein, und nicht ich selbst bin, dann sieht man mir das an“, sagt Sager. Und so sei das auch bei anderen. Gerade diese Authentizität sei ein wichtiges Kriterium bei der Miss-Wahl gewesen. Trotzdem gehe es auch ums Modeln – Neuland für die gelernte medizinische Fachangestellte.

„Mit einem Mikro in der Hand fühle ich mich wohl, damit kenne ich mich aus“, sagt sie, „auf dem Laufsteg eher weniger.“ Deshalb habe sie sich im Vorfeld frühere Wahlen angeschaut und von den Kandidatinnen gelernt. Mit Erfolg. Durch ihren Vize-Titel bekomme sie nun Kontakte vermittelt, könne sich ein Netzwerk aufbauen und werde bei verschiedenen Spendengalas präsent sein, kündigt Sager an. Besonders für Kinder wolle sie sich weiterhin engagieren, doch auch Tiere lägen der Hundebesitzerin am Herzen. Ein konkretes Event sei bislang jedoch noch nicht geplant.

Unterschied zwischen „Miss Germany“ und „Miss Deutschland“

Miss-Wahlen haben in Deutschland eine lange Geschichte, wurden in der NS-Zeit jedoch verboten. Erst 1990 wurde erstmals wieder eine "Miss Germany" für das gesamte Land gekürt. 1999 gründete sich die „Miss Germany Corporation“, um klare Regeln für den Titel zu schaffen und Korruption zu verhindern. Maßgeblich beteiligt ist die Familie Klemmer aus Oldenburg. Seit Max Klemmer übernommen hat, habe es zahlreiche Änderungen gegeben, wie auf der Homepage zu lesen ist: „Der Bikini-Laufsteg wurde abgeschafft“, und der Fokus habe sich geändert. Die „Miss-Germany“-Wahl fand jahrelang im Europa-Park statt, wird 2026 jedoch erstmals in Bayern ausgetragen. Während sich der Fokus bei „Miss Germany“ verändert hat, kommt es bei „Miss Deutschland“ laut Homepage weiterhin zu 50 Prozent auf die äußere Erscheinung an. Daneben würden auch Faktoren wie Intelligenz und Persönlichkeit in die Bewertung einfließen. Die bekannteste Siegerin ist Verona Pooth. Hinter der Veranstaltung steht die „Miss Germany Organisation“. Der Titel Miss Deutschland ermögliche die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie „Miss Intercontinental“, „ Miss World“, „Miss University“ oder „Top Model of the World“.