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Kriminalität -  10.02.2026
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Nach Fahrscheinkontrolle: Fahrgast attackiert Zugbegleiterin

Ein 21-Jähriger soll im Zug ohne Fahrschein unterwegs gewesen sein. Eine Zugbegleiterin kontrolliert den Mann - später wird er ihr gegenüber offenbar aggressiv.

Bundespolizei
Erneut ist es zu einem gewalttätigen Zwischenfall in einem Zug gekommen. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Eine Zugbegleiterin ist von einem Reisenden in einem Zug angegriffen worden. Wie die Bundespolizei in Stuttgart mitteilte, hatte die 42-jährige Zugbegleiterin am Sonntag den Fahrschein eines 21 Jahre alten Mannes kontrolliert. Da der junge Mann offenbar keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte, stellte die Bahnmitarbeiterin demnach eine sogenannte Fahrpreisnacherhebung aus. 

Kurz nach dem nächsten Halt des Zuges, der von Stuttgart aus in Richtung Crailsheim (Landkreis Schwäbisch Hall) unterwegs war, soll der Tatverdächtige laut Zeugenaussagen erneut an die Frau herangetreten sein, sie am Bein bespuckt und versucht haben, ihr mit einer Flasche in den Bauch zu schlagen. Danach sei der 21-Jährige geflüchtet. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung auf und sucht Zeugen des Vorfalls.

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter löste Entsetzen aus

Anfang Februar wurde der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. in einem Regionalexpress nahe Kaiserslautern bei einer Ticketkontrolle tödlich verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte ein Fahrgast keinen gültigen Fahrschein und sollte den Zug verlassen, woraufhin der 26-Jährige dem Zugbegleiter mehrfach heftig mit der Faust gegen den Kopf schlug. Die Tat löste deutschlandweit Entsetzen aus. 

Damit Zugbegleiter besser geschützt werden, erwägt das Bundesjustizministerium, einen zum Jahreswechsel veröffentlichten Gesetzentwurf noch mal anzupassen. Dieser sieht vor, dass Menschen, die für das Gemeinwohl tätig sind, strafrechtlich besser geschützt werden sollen. Es werde geprüft, ob es Anpassungen brauche, damit das besondere Unrecht von Angriffen gegen gefährdete Berufsgruppen wie Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter besser abgebildet werde, hieß es aus dem Bundesjustizministerium dazu.

© dpa-infocom, dpa:260210-930-666079/2

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