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Pforzheim -  23.07.2026
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Nach Feuerwachen-Drama: Sportkreis zeigt sich „entsetzt“ über TV Eutingen - der weist die Vorwürfe zurück

Der Sportkreis Pforzheim/Enzkreis zeigt sich gegenüber der PZ entsetzt über das Vorgehen des TV Eutingen im Streit um die neue Feuerwache Ost, der diese Woche durch einen Gemeinderatsbeschluss vorerst beendet wurde. „Das Verhalten des Vorstands ist für uns vollkommen unverständlich. Wir sind entsetzt“, sagt der Vorsitzende Henry Wiedemann (Archivfoto: Meyer).

Sportkreis Wartbergbad
Sportkreis-Vorsitzender Henry Wiedemann hat versucht, bei dem Streit zu vermitteln. Foto: Meyer

Der Gemeinderat hatte sich am Dienstag aufgrund der Klagedrohung für den Dreschplatz in Eutingen als Standort für die Feuerwache Ost entschieden, statt für den präferierten Turnplatz neben der Halle des Vereins.

Wiedemann habe in den vergangenen Tagen noch einmal das Gespräch mit der Vereinsführung gesucht. „Wir haben der Vorstandschaft ein Gespräch angeboten. Bis heute gibt es darauf keine Reaktion.“ Zuvor habe es zwei Videokonferenzen und das Angebot gegeben, sich vertraulich mit dem Ältestenrat auszutauschen. Aber der Vorstand habe keinen Gesprächsbedarf mehr gehabt.

Besonders scharf kritisiert Wiedemann die angedrohte Klage gegen die Stadt Pforzheim. „Der Vorstand hat den Gemeinderat praktisch erpresst: Wenn ihr den Turnplatz nehmt, dann klagen wir. Allen war bewusst, dass sich das über Jahre hinziehen kann.“

Dagegen verwehrt sich der Vorstand. „Der Vorwurf, der Verein habe die Stadtverwaltung erpresst, ist unzutreffend und wird ausdrücklich zurückgewiesen“, schreibt der Vorsitzende Florian Korschin an die PZ. Der Verein sei Mieter einer Sportanlage auf Grundlage eines bestehenden Vertrages mit der Stadt. „Für den Fall einer Kündigung haben wir angekündigt, die uns zustehenden Rechtsmittel geltend zu machen. Das ist die Wahrnehmung vertraglicher Rechte und nichts darüber hinaus.“ Sein Ziel habe der Vorstand zwar erreicht, sagt Wiedemann, „aber dabei viel in der Pforzheimer Sport- und Vereinslandschaft kaputtgemacht“. Ob das im Sinne der rund 1500 Mitglieder ist, sei fraglich. Auch andere Vereine würden über das Verhalten den Kopf schütteln. „Im Sport sprechen wir immer von Respekt und Fairness. Das Vorgehen hat mit den Werten des Sports nichts zu tun.“

Unverständnis herrsche beim Sportkreis auch über das ausgeschlagene Angebot vonseiten der Stadt. „Dem Verein wurde ein nagelneuer Sportplatz mit Sanitäranlagen und mehr angeboten.“

Trotz aller Kritik sei die Tür für Gespräche mit den Bürgermeistern für den Verein aber noch nicht geschlossen. „Wenn der Verein allerdings diese Chance in den nächsten Tagen nicht nutzt, wird er langfristig Schaden nehmen“, ist sich Wiedemann sicher.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag sorgte OB Peter Boch für Verwunderung, als er über Gespräche mit einem nicht näher benannten Mitglied des TV Eutingen berichtete. Diese seien bis kurz vor der Sitzung geführt worden, obwohl das Mitglied nicht im Namen des Vorstandes gesprochen hat.

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