Gemeinden der Region
Justiz -  15.11.2019
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp
Anzeige

Nach Raser-Unfall mit zwei Toten: Kein Mord - 21-Jähriger zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt

Stuttgart. Ein junger Mann mietet einen Sportwagen, um mal richtig Gas zu geben. Im Geschwindigkeitsrausch baut er einen Unfall - zwei Menschen sterben. Nun hat ein Gericht entschieden: Der Crash ist nicht als Mord zu werten.

Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa
Ein junges Paar musste im März sterben, weil ein 21-Jähriger durch Stuttgart raste. Am Freitag ist nun das Urteil gefallen: Fünf Jahre Haft. Fotos: dpa

Nach einem Raser-Unfall mit zwei Toten in der Stuttgarter Innenstadt ist der 21-Jährige am Freitag zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn wegen verbotenen Autorennens mit Todesfolge schuldig. Zudem soll ihm sein Führerschein für vier Jahre abgenommen werden. «Dass Sie ein Mörder sind, konnten wir nicht feststellen», sagte die Richterin. Angeklagt war der junge Mann ursprünglich wegen Mordes. Der Führerscheinentzug beginnt nach der Haft - also zu einem Zeitpunkt, zu dem der Mann wieder in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen.

Anzeige

Der 21-jährige Deutsche hatte im März bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über einen gemieteten Sportwagen verloren. Das Fahrzeug war gegen einen stehenden Kleinwagen geprallt, in dessen Trümmern eine 22 Jahre alte Frau und ihr 25-jähriger Freund aus Nordrhein-Westfalen ums Leben kamen. Vor dem Zusammenstoß hatte der PS-starke Wagen des jungen Mannes den Angaben eines Gutachters zufolge bis zu 165 Stundenkilometer auf dem Tacho.

Staatsanwaltschaft und zwei der drei Nebenkläger hatten eine Jugendstrafe wegen Mordes gefordert, der dritte Nebenkläger eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes nach Erwachsenenstrafrecht. Die Verteidigung wertete den fatalen Crash als fahrlässige Tötung und plädierte für eine Bewährungsstrafe.

Autor: dpa