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Neuhausen -  12.01.2026
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Nach ersten Maßnahmen: Würmbrücke nach kurzer Sperrung schon wieder offen

Neuhausen/Tiefenbronn. Autofahrer staunten am Wochenende nicht schlecht, als sie an der Würmbrücke zwischen Steinegg und Tiefenbronn vor Absperrschranken standen. Die kurzfristige Sperrung der Verbindungsachse an der Landesstraße 573 sorgte unter Anwohnern für Verunsicherung. Voraussichtlich wegen Staunässe und Frost hat sich der angrenzende Bereich um ungefähr drei Zentimeter angehoben. Das gibt das Regierungspräsidium Karlsruhe auf Nachfrage der PZ nun bekannt. Seit Montagmittag ist die Strecke wieder befahrbar und es liegen weitere Details vor.

Sperrung Würmbrücke L573
Nach der Brückenfreigabe fährt eine Streckenkontrolle der Straßenmeisterei Enzkreis einmal Probe. Foto: Meyer

Wasser muss erst tauen

Ein Bürger habe eine Unebenmäßigkeit der Fahrbahn wahrgenommen und die Polizei gerufen. Diese wiederum sei am Samstag gegen 1 Uhr auf den Notdienst der Straßenmeisterei Enzkreis zugekommen. Das teilt Pressesprecher Jürgen Hörstmann vom Landratsamt Enzkreis der PZ mit. Noch in der Nacht habe man sich an der Stelle für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer ausgesprochen. Morgens dann sei die Sperrung erfolgt.

Erst zur neuen Woche ist die Straßenmeisterei Enzkreis weiter tätig geworden. Am Montagmorgen seien Entlastungsbohrungen vorgenommen worden, so Hörstmann weiter. Denn, unter die Tragschicht des Asphalts sei Wasser gelaufen. Dieses sei durch die anhaltenden Temperaturen gefroren und habe sich ausgedehnt. Die Folge: Die Fahrbahn habe sich angehoben. Über die gebohrten Löcher – die derzeit mit Splitt befüllt sind – könne das auftauende Wasser nun abfließen.

Ein Manko: Solange der Boden gefroren sei, könne nicht herausgefunden werden, woher das Wasser stamme. Ist es Grundwasser? Stammt es von einer unbekannten Quelle? Oder gibt es einen unterirdischen Wasserlauf? Um das zu beantworten, müsse man abwarten. „Seit dem Brückeneinsturz in Dresden ist man vorsichtiger. Die Würmbrücke wurde geprüft und ist in Ordnung“, versichert Hörstmann. Seit Montag gegen 12.15 Uhr sei die Fahrbahn deshalb für den Verkehr wieder freigegeben worden. Die Schwelle ist mittlerweile auch provisorisch gerichtet.

Forstarbeiten starten später

Auswirkungen hatte die Brückensperrung auch auf die von der Stadt Pforzheim angekündigten Forstarbeiten entlang der Würmtalstraße. Von diesem Montag bis einschließlich Samstag, 28. Februar, hätte dafür die Landesstraße vom Kreisverkehr Kupferhammer bis zur Brücke in Würm voll gesperrt werden sollen. Doch das Pforzheimer Rathaus entschied sich zunächst, abzuwarten, wie lange die Brücke unterhalb von Steinegg nicht genutzt werden kann, und ließ die Straße am Montag offen. Sollte die Brücke wie angekündigt am Montagnachmittag freigegeben werden, werde die Vollsperrung des Streckenabschnitts am Dienstag im Laufe des Tages eingerichtet, so die städtische Pressestelle auf Nachfrage.