Gemeinden der Region
Enzkreis -  25.02.2026
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Neue Impulse für ein gutes Leben im Alter: Regionalkonferenz im Kulturhaus Osterfeld soll sorgende Gemeinschaften in den Mittelpunkt rücken

Enzkreis. Enzkreis. Schon aus der Anzahl der aufgelisteten Punkte wird ersichtlich, wie komplex und vielschichtig das Thema Altern ist. Am Dienstag, 17. März, will man sich ihm ausführlich widmen: bei einer Regionalkonferenz, die im Kulturhaus Osterfeld die Bedeutung sorgender Gemeinschaften in den Mittelpunkt rücken soll.

Lucy Herb und Sylke Kopp von der strategischen Sozialplanung, Dezernentin Katja Kreeb und Jens Ridderbusch vom Statistischen Landesamt (von links) hoffen auf viele Teilnehmer bei der Regionalkonferenz.
Lucy Herb und Sylke Kopp von der strategischen Sozialplanung, Dezernentin Katja Kreeb und Jens Ridderbusch vom Statistischen Landesamt (von links) hoffen auf viele Teilnehmer bei der Regionalkonferenz. Foto: Nico Roller

Ausgerichtet vom Enzkreis in Kooperation mit dem Sozialministerium, richtet sie sich an die breite Bevölkerung: an alle, die vor Ort in ihren Gemeinden bereits zum Wohl älterer Mitbürger engagiert sind oder über eine ehrenamtliche Tätigkeit nachdenken. „Wir wollen nicht in der Theorie Probleme diskutieren, sondern in der Praxis Lösungen austauschen“, sagt Katja Kreeb.

Die Sozialdezernentin des Enzkreises weiß, dass die Gesellschaft immer älter wird, dass im Enzkreis inzwischen jeder Fünfte älter als 65 ist und die Zahl der Hochbetagten zunimmt. Kreeb betont, dass das Altern alle Lebensbereiche betrifft: das Wohnen, die Mobilität, die Versorgung, aber auch die Angehörigen, die „unglaublich viel leisten“. Für sie steht fest, dass die Lebensqualität im Alter nicht nur von einer funktionalen Versorgungsstruktur abhängt, sondern auch vom Quartier, vom Umfeld: von den Vereinen und Kirchen, von der Nachbarschaft, vom Zusammenhalt im Dorf. Kreeb hat den Eindruck, dass in den Gemeinden des Enzkreises viel passiert.

„Da ist richtig viel Kreativität drin.“

Deswegen soll die Regionalkonferenz „eine lösungsorientierte, praktische Veranstaltung“ sein, die Impulse liefert, Möglichkeit zum Austausch bietet und anhand gelungener Beispiele zeigt, wie es funktionieren kann. Im Kern geht es darum, voneinander zu lernen.

„Man muss das Rad nicht immer neu erfinden“, sagt die strategische Sozialplanerin Lucy Herb, die etwa an das Bürgernetzwerk (BüNe) in Königsbach-Stein und an das soziale Netzwerk in Mönsheim denkt. Beide werden am 17. März im Kulturhaus Osterfeld über ihre Arbeit informieren: in einem von vier Themencafés, die die Teilnehmer besuchen können. In den anderen geht es unter anderem um den Einstieg in die Quartiersentwicklung, um Einsamkeit als kommunale Herausforderung und um generationenübergreifende Begegnungen. Vorträge beleuchten das gelingende Altern in einer sorgenden Kommune und informieren über Fördermöglichkeiten. „Jeder kann mitmachen“, sagt Herbs Kollegin Sylke Kopp, die hofft, dass möglichst viele verschiedene Akteure zusammenkommen: aus Vereinen und Kirchen, von sozialen Trägern, Gemeinderäten und Verwaltungen. Jens Ridderbusch hat schon oft festgestellt, dass Veranstaltungen wie die Regionalkonferenz eine positive Wirkung haben. Der stellvertretende Referatsleiter beim statistischen Landesamt hält es für wichtig, die Daten zum demografischen Wandel vor Ort bei den Kommunen bekannt zu machen. Anmeldung bis zum 8. März unter www.quartier2030-bw.de.