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Bad Wildbad -  14.10.2026
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Neue Urlauber durch KI und Social Media: Touristik Bad Wildbad will Sichtbarkeit ausbauen

Bad Wildbad. Positive Übernachtungszahlen und neue digitale Werbewege: Die Touristik Bad Wildbad will ihre Sichtbarkeit ausbauen und Leistungsträger stärken.

Wie bleibt eine Tourismusdestination sichtbar und wie lassen sich neue Gäste gewinnen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der vierte Tourismusdialog im Forum König-Karls-Bad. Die Veranstaltung hat sich inzwischen als feste Tradition etabliert und brachte erneut touristische Leistungsträger und Fachleute zum Austausch zusammen.

Bürgermeister Marco Gauger betonte die Bedeutung neuer Impulse von außen. Man wolle nach vorne schauen und Anregungen aufnehmen, um für die Herausforderungen des Tourismus gerüstet zu sein. Neben modernen Marketingstrategien standen deshalb auch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Wirtschaftlichkeit touristischer Betriebe auf dem Programm.

Übernachtungszahlen steigen

Geschäftsführerin Stefanie Bott stellte die Entwicklung der Touristik Bad Wildbad GmbH und aktuelle Zahlen vor. Die Übernachtungen stiegen im betrachteten Halbjahreszeitraum von 122.938 im Jahr 2025 auf 131.313 im Jahr 2026. Auch die Ankünfte legten um knapp 3.000 auf 37.620 zu. Gleichzeitig versteht sich die Touristik nicht nur als Vermarkterin des Urlaubsortes, sondern ausdrücklich als Dienstleisterin für die Betriebe vor Ort. „Wir alle können gemeinsam Mehrwert schaffen“, lautete Stefanie Botts zentrale Botschaft. Ziel sei es, die Leistungsträger aktiv zu unterstützen, individuelle Lösungen zu finden und Kompetenzen zusammenzubringen.

Fokus auf Online-Marketing

Wie sich die Vermarktung künftig weiterentwickeln soll, erläuterten Dorothee Mursch, verantwortlich für Marketing und Outdoor bei der Touristik, und Manuel Heinzelmann von der Agentur RocketX. Im Mittelpunkt stand das zusätzliche Budget von 30.000 Euro, das die Stadt für das Online-Marketing zur Verfügung stellt.

Damit sollen bestehende Kampagnen fortgeführt, neue Zielgruppen angesprochen und gemeinsame Werbeaktionen mit Hotels, Gastronomie und weiteren Leistungsträgern ermöglicht werden.

„Wir sind dankbar dafür, dass uns die Stadt dieses zusätzliche Budget zur Verfügung gestellt hat, um damit Kräfte zu bündeln“, erklärte Bott. Gerade im Online-Marketing seien größere Reichweiten kostenintensiv. Deshalb wolle man die Zusammenarbeit mit den Leistungsträgern forcieren, anstatt dass jeder Betrieb ausschließlich für sich werbe.

Künstliche Intelligenz

Mursch stellte konkrete Ansätze vor: Dazu zählen die Fortführung bestehender Kampagnen, die Bewerbung touristischer Pauschalen sowie zusätzliche Anzeigen über Google und soziale Medien. Auch neue Werbeformen auf digitalen Plattformen und die Auffindbarkeit in KI-gestützten Suchsystemen sollen an Bedeutung gewinnen. Heinzelmann erläuterte hierzu die sogenannte Generative Engine Optimization (GEO), mit der touristische Angebote künftig auch in KI-generierten Empfehlungen besser sichtbar werden sollen.

Für örtliche Betriebe sollen zudem Online-Anzeigenpakete und gemeinsame Social-Media-Aktivitäten mit überschaubarem Budget zugänglich werden.

Reichweite auf TikTok

Dass digitale Reichweite bereits heute eine wichtige Rolle spielt, zeigen die vorgestellten Social-Media-Zahlen: Aktivitäten auf Facebook und Instagram gewinnen an Bedeutung, und allein sechs TikTok-Beiträge erzielten insgesamt rund 1,2 Millionen Impressionen. Künftig sollen unter anderem Influencer-Kooperationen, die Ansprache internationaler Zielgruppen und das Thema „Coolcation“, also Urlaub in kühleren Regionen während heißer Sommer, weiter ausgebaut werden.

Breitere Aufstellung

Auch Printwerbung, Messeauftritte und regionale Kooperationen bleiben Teil der Strategie. Der Tourismusdialog machte damit deutlich, dass die Stadt seine Vermarktung breiter aufstellen will. Die gemeinsame Botschaft lautet: Wenn Touristik, Hotellerie, Gastronomie und weitere Anbieter ihre Kräfte bündeln, können sie mehr Menschen erreichen.

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