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Neuenbürg -  21.05.2025
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Neuenbürg erhält neues Wohnheim für 24 Menschen mit Handicap

Neuenbürg. Wenn alles nach den Vorstellungen der Verantwortlichen klappt, dann wird dort, wo Neuenbürgs Bürgermeister Fabian Bader zweieinhalb Jahre nach seiner Amtseinsetzung am Mittwochnachmittag seinen allerersten Spatenstich gemacht hat, bald ein Wohnheim für 24 Menschen mit Handicap stehen. „Wir rechnen damit, dass in 24 Monaten alles fertig ist“, sagte Architekt Peter Gloss am Rande des kleinen Events, an dem mit Sylke Schmeling und Markus Müller auch zwei künftige Bewohner teilnahmen.

Besiegeln den Neubau des Wohnheims mit dem Spaten: Markus Peterek, Peter Gloss, Denis Kraft, Bürgermeister Fabian Bader, Katja Kreeb, Reinhard Schunck, Dirk Zeucher, David Kunzmann, Markus Müller, Sylke Schmeling (von links).
Besiegeln den Neubau des Wohnheims mit dem Spaten: Markus Peterek, Peter Gloss, Denis Kraft, Bürgermeister Fabian Bader, Katja Kreeb, Reinhard Schunck, Dirk Zeucher, David Kunzmann, Markus Müller, Sylke Schmeling (von links). Foto: Recklies

Zum offiziellen Baustart des Ersatz-Neubaus für das bislang von der Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis als Wohnheim betriebene Haus Buchberg soll der U-förmige Neubau für rund 6,3 Millionen Euro an der Hessestraße entstehen. Rund 1700 Quadratmeter Fläche wird das Gebäude mit künftig 24 Wohnangeboten in vier Wohngruppen auf zwei Ebenen umfassen, wie Dirk Zeuchner, als Lebenshilfe-Vorstand erläuterte. Insgesamt wird der Neubau drei Stockwerke haben, eins davon ist als Tageseinrichtung für bis zu 18 Personen mit Handicap vorgesehen.

„Das ganze Gebäude wird barrierefrei sein“, so Zeuchner, der auch kurz skizzierte, welche Gründen dazu geführt hatten, einen Ersatzbau für das bislang mit 31 Wohnplätzen bestehende Wohnheim zu realisieren, obwohl das Bestandsgebäude an der Hornisgrindestraße im Neuenbürger Stadtteil Buchberg erst 2004 saniert worden war. Der inzwischen im Bestandsgebäude nicht mehr ausreichende Bau- und Brandschutz hatte es laut Zeuchner eine neue Lösung erforderlich gemacht.

Langer Weg zum Wohnheimbau

Bereits seit 2017 wurde das jetzige Vorhaben geplant, wenn auch an einem anderen Standort, wie Peter Gloss ausführte. Es sei „ein langer und mühsamer Weg“ gewesen, so Gloss vom Architekturbüro Moeller Gloss Architekten, den man habe gehen müssen. Gloss ist aber überzeugt, dass mit dem Neubau ein hochwertiger und attraktiver Lebensmittelpunkt für die Bewohner und ein ebensolcher Arbeitsplatz für die Mitarbeiter der Lebenshilfe geschaffen wird. Interessant dabei: Am begrünten Innenhof befindet sich ein inklusiver Wohntreff mit Küche, der bei Bedarf auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den Bauplatz am jetzigen Standort hat die Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis, die rund 900 000 Euro an Eigenmitteln in das Projekt investiert, übrigens durch einen Tausch mit der Stadt erhalten. Diese kann künftig über das Gelände und Gebäude an der Hornisgrindestraße verfügen und einer neuen Nutzung zuführen. Wie diese aussehen soll, dazu wollte Bader keine Aussagen machen. „Es gibt bereits Vorstellungen, aber wir müssen das erst im Gemeinderat diskutieren und beschließen“, sagt er. Bis dahin gingen noch anderthalb bis zwei Jahre ins Land, schließlich könne das Wohnheim Buchberg erst nach dem Auszug der Bewohner für andere Zwecke genutzt werden.