Neuenbürg zieht positive Bilanz nach Lichtspektakel
Neuenbürg. Strahlendes Gelb wechselt sich mit intensivem Rot ab, fließt über in ein wohliges Orange, bis hin zu einem satten Blau. Was zunächst an das Farbenspiel eines Feuerwerks erinnert, sind die Neuenbürger Schlosslichter, die bis zum 12. Januar sechs Wochen lang die Schlossfassade zierten.Das Besondere: Welche von 16 möglichen Farben, wann zu sehen war, konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger eigenständig mit Hilfe von QR-Codes und der Website color-theworld.eu bestimmen. In Momenten, in denen keine Farbe gewählt worden war, wurde ein beliebiger Farbverlauf gezeigt. Auf diese Weise konnten wunderschöne Farbübergänge geschaffen werden, die Jung und Alt begeisterten. Insgesamt sind über 21.000 Farbwünsche registriert worden, wobei die Farben Rot und Blau am beliebtesten waren. Auch Schwarz als unbunter Zustand war gefragt.
Mehr als Farbe
Initiiert worden war die Aktion von der Unabhängigen Wählervereinigung im Rahmen des Jubiläumsjahres der Stadt Neuenbürg. Bürgermeister Fabian Bader zog eine durchweg positive Bilanz. Besonders die interaktive Gestaltbarkeit der Schlossmauern habe die Bürgerinnen und Bürger angesprochen. Stadtrat Egbert Müller zeigte sich ebenso begeistert und berichtete von unzähligen positiven E-Mails und Fotos, die das Rathaus erreicht hatten und sich für das Farbspektakel bedankten. Als besonders schön bezeichnete Müller das Zusammenspiel der Schlossfassade mit den ebenfalls beleuchteten Kühltürmen der Pektin-Fabrik der Firma Herbstreith & Fox. „Das war ganz unabhängig voneinander und hat viel hergemacht“, so Müller.
Ob die bunten Lichter das Schloss in Neuenbürg auch in den kommenden Jahren erstrahlen lassen werden, steht allerdings noch nicht fest. „Das wäre ein Traum“, sagte Müller, jedoch sei es auch immer eine Kostenfrage. Da die Schlossbeleuchtung generell veraltet sei, wäre ein vollständiger Austausch in Zukunft grundsätzlich denkbar, allerdings mit hohen Kosten verbunden. Diesen Umstand betonte auch Bader, hält ein erneutes Lichterspiel jedoch für „vorstellbar“.
