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Pforzheim -  18.06.2026
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Neues Leben an traditionellem Ort: Verein „Ankerkultur Pforzheim“ eröffnet den Ankergarten

Pforzheim. Nur wenige Monate nach seiner Gründung veranstaltet der Verein „Ankerkultur Pforzheim“ sein erstes Pop-up-Event im Ankergarten.

Goldener Anker Dillweißenstein Neuer Verein
Das sind einige der Verantwortlichen des neu gegründeten Vereins „Ankerkultur Pforzheim“: Maxi Schilling, Bernhard Friese, Isabella Heilig, Jürgen Stark und Ralf Pawlowitsch (von links). Sie haben große Pläne für den „Goldenen Anker“. Foto: Röhr

Erst im April hatte sich der Verein „Ankerkultur Pforzheim“ mit rund 50 Mitgliedern gegründet. Nun steht bereits die erste öffentliche Veranstaltung an: Am Sonntag, 21. Juni, lädt der Verein von 12 bis 18 Uhr zu einem Pop-up-Opening im Ankergarten an der Felsenstraße 2 in Dillweißenstein ein. Die Adresse ist eng mit der Geschichte des „Goldenen Ankers“ verbunden. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg diente das denkmalgeschützte ehemalige Flößerhaus als Ausbildungs- und Qualifizierungsbetrieb. Die damalige Geschäftsführerin des Qualifizierungsträgers Q-Prints & Service, Ute Hötzer, hatte das Projekt mit Unterstützung der Stadt Pforzheim, des Jobcenters und der Industrie- und Handelskammer ins Leben gerufen, um Arbeitslosen neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Der Biergarten, jetzt Ankergarten, ergänzte den Gastrau

m in den Sommermonaten. Zuletzt geriet der Betrieb jedoch zunehmend unter Druck. Personalmangel und fehlende Finanzierung erschwerten die Arbeit. Ende Dezember schloss das biozertifizierte Restaurant „Goldener Anker“ schließlich seine Türen dauerhaft. Bereits zuvor hatte das ebenfalls von Q-Prints & Service betriebene Café Prosa in der Stadtbibliothek über Monate leer gestanden. Nun wollen engagierte Bürgerinnen und Bürger dem traditionsreichen Ort neues Leben einhauchen. Bereits im Rahmen von „Q-ltur“ gab es 15 Jahre lang rund um den „Anker“ insgesamt 200 kulturelle und ökologische Angebote. Daran möchte der neu gegründete Verein anknüpfen. Ziel ist es, das letzte historische Floßherrenhaus Pforzheims als offenen Ort der Begegnung, Kultur und des sozialen Miteinanders wieder zu beleben.

Treffpunkt für Bürger

Der Vorstand besteht laut Vorständin Isabella Heilig aus zehn Mitgliedern, deren Kontakte breit aufgestellt sind und in die Stadtverwaltung, in Vereine und unterschiedliche Einrichtungen reichen. Der „Goldene Anker“ soll künftig zu einem identitätsstiftenden Treffpunkt für die Stadt werden – geprägt von regionaler Kultur, bürgerschaftlichem Engagement und Offenheit für unterschiedliche Menschen und Perspektiven. Dazu habe die Stadt dem Verein den Ankergarten für die Sommermonate überlassen, die Stadtbau das historische Gebäude. Bis zum Herbst soll sich zeigen, wie die Ehrenamtlichen beide Orte bespielen können und wie dies finanziert werden könne, sagt Heilig. Dann müsse man verhandeln.

Den Auftakt bildet das Pop-up-Programm im Ankergarten. Geplant sind After-Work-Abende an Donnerstagen, Familien- und Begegnungsangebote an Sonntagen sowie verschiedene Kulturveranstaltungen wie etwa Konzerte. Der kleine Biergarten liegt geschützt direkt neben dem Hauptgebäude und verfügt seit einigen Jahren sogar über einen gemauerten Backofen. Für das leibliche Wohl bei der Eröffnung sorgt „S hat no“ mit badisch-schwäbischer Hausmannskost. Dazu gibt es Musik von Schallplatten, gute Gespräche und jede Menge Anker-Flair. Mit dem Opening startet zugleich der regelmäßige Betrieb des Ankergartens: donnerstags von 17 bis 22 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr. Auf der Freibad Sommer Lounge am 4. und 5. Juli wird der Verein mit einem Getränkewagen auf dem Ludwigsplatz in Dillweißen-stein vertreten sein. Interessierte, Unterstützer sowie Menschen, die sich aktiv einbringen möchten, finden weitere Information unter: www.ankerkultur.de

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