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Pforzheim -  18.04.2026
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Nur noch Trümmerreste übrig: Der Brückenabriss an der B10 schreitet voran

Enzkreis/Pforzheim. Im Eiltempo haben Baufirmen in Niefern die Abrisse der alten A8-Brücke über die B10 sowie der Behelfsüberführung angepackt. Die Bundesstraße von der großen Nieferner Kreuzung bis zu den beiden nebeneinander liegenden Abbruchstellen wurde am Freitag zwar erst etwas später als 21 Uhr gesperrt, aber dann machten die Bauarbeiter mächtig Tempo. Bis weit nach Mitternacht hörten Anwohner vom hochgelegenen Kanzlerweg im Nieferner Vorort die ratternde Hammermeißel: „Die machen beim Aufbrechen der Betonbauwerke ganz schön viel Krach“, schrieb ein Leser der PZ und fügte seiner Nachricht zum Beweis eine halbminütige Tonaufnahme an.

Bundesstraße B10-Sperrrung. Abriss der Behelfsbrücke und des bisher verbleiibenden Brückenteils Fahrtrichtung Karlsruhe.
Der Abriss der alten Brücke über der B10 schreitet voran. So weit sind die Arbeiter am Sonntagmorgen. Foto: Tilo Keller

Die Abrisse gingen schnell voran: Am Sonntagmittag lagen nur noch Trümmerreste der beiden A8-Überführungen auf der gesperrten Bundesstraße. Wann die B10 wieder freigegeben werden kann, dazu lagen der Polizei zuletzt keine Informationen vor. 

Und wie lief es auf der Umleitung für die gesperrte B10?

Zu einer drastischen Staufalle entwickelte sich übers Wochenende in der Eutinger Ortsmitte die Kreuzung an der Julius-Heydegger-Straße. Gleich drei Gründe auf einmal führten dazu, dass die Autofahrer zwischen dem Ortsausgang in Niefern-Vorort auf der Gabelung in Eutingen nur im Schritttempo vorwärtskamen. Zum einen endeten die Grünphasen der Heydegger-Ampel schon nach 20 Sekunden, wie die PZ mehrmals gemessen hat. Zweitens: Viele ortskundige Fahrers bogen dort links ab, mussten jedoch erst den Gegenverkehr durchlassen und hielten damit die ganze Kolonne auf. Offensichtlich glaubten sie, über die Eutinger Turnhalle und den Lidl-Markt schneller wieder auf die B10 zu kommen. Denn an der Ampel wartend, hatten sie schon die nächste Engstelle auf der Hauptstraße durch Eutingen erblickt – ein drittes Hindernis, vor dem sie flüchten wollten. Denn das alltäglich gewohnte blaue Zeichen für Parkzonen an den Geschäften verdeckte dort das rote Schild fürs durchgehende Parkverbot in der Umleitungszeit am Wochenende. Viele Kunden mit Pkw wähnten sich denn offenbar auf der sicheren Seite, als sie am Straßenrand ihre Fahrzeuge abstellten, um einzukaufen.

 

Alles gut war dagegen auf der Eutinger Straße im Nieferner Vorort.

Am Freitagabend stellte die PZ dort noch zehn Parksünder fest. Aber am Samstag war alles frei. Das kam so: Schon morgens machte sich ein Mitarbeiter des Ordnungsamts Niefern auf den Weg, um über Halterabfragen die Adressen von Anwohnern herauszufinden. „So gelang es, an den Wohnungstüren nahezu allen Pkw-Fahrern zu erklären, warum sie die Strecke nicht zustellen dürfen und ihr Auto sofort umparken müssen“, sagte Amtsleiter Pascal Nouvel der PZ. Ein Knöllchen kriegen die Verkehrssünder dennoch, aber um happige Abschleppkosten sind sie in letzter Minute noch herumgekommen.                    

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