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Pforzheim -  16.01.2026
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Ölsperren bis Samstag in Pforzheims Flüssen: Diesel nach Tankriss eines Lastwagens in die Würm gelaufen

Pforzheim. Etwas ölig riecht es bei einem Getränkemarkt nahe des Kupferhammers. Stechend. Zwei Feuerwehrleute stehen an der Würm und saugen weißen Schaum von einer Ölsperre ab. Sie fangen Diesel auf. Denn gegen 11.30 Uhr ist hier der Tank eines Lastwagens ausgelaufen. Und Diesel teilweise in den Fluss geflossen.

ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Eine externe Firma pumpt den Diesel aus der Nagold beim Kupferdächle. Dort und an drei weiteren Standorten wurden Ölsperren ausgelegt, um den Kraftstoff aufzufangen. Foto: Meyer

Ungefähr 500 Liter Diesel passen in den Tank des Lkws, sagt der gestrandete Fahrer, der später von einem Kollegen abgeholt wird. Die Feuerwehr schreibt sie „konnte den Austritt von weiterem Kraftstoff schnell stoppen“. Spezielle Ölsperren wurden auf der Würm, der Nagold, bei der Blackforestwave, und im Enzauenpark eingesetzt. In Letzterem wurden sie vorsorglich angebracht, sagt Sonja Störzbach, Einsatzleiterin der Feuerwehr Pforzheim. „War dann gut so“, denn ein wenig habe sich darin bereits gesammelt. Abgepumpt werde dort aber nichts, denn die Sperren saugen den Diesel auf. Später werden sie fachgerecht entsorgt.

ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
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Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer
ausgelaufener Diesel Kupferhammer
Fotos: Thomas Meyer

Das Amt für Umweltschutz schreibt auf PZ-news-Anfrage: „Ein vollständiger Rückhalt des eingetragenen Kraftstoffs war aufgrund der Strömungen im Gewässer nicht zu erreichen. Eine Gefährdung der Gewässerökologie ist durch die hohen Fließgeschwindigkeiten, kurze örtlichen Einwirkzeiten und die momentan großen Abflussmengen mit entsprechender Verdünnung, in den Gewässern nicht zu erwarten.“

Bis Samstag sollen alle Sperren noch in den Flüssen bleiben. In der Würm und bei der Blackforestwave habe sich mehr Kraftstoff gesammelt. Dieser wurde teilweise mit Ölbindemittel – einer weißen, schaumähnlichen Substanz – gebunden, um ihn besser absaugen zu können.

Beim Kupferhammer stehen einige Schaulustige und filmen mit. Ein paar Minuten später sitzen sie wieder auf den Bänken im Stadtpark nebenan und schauen in den Himmel. Manchmal wollen Fußgänger über die kleine Brücke, von der die Feuerwehr abpumpt. Ihnen ist egal, dass dort gearbeitet wird. Sie müssen durch.

Einsatzleiterin Störzbach sieht entspannt aus, während die letzten Liter Diesel abgepumpt werden. Das sei eine Standardaufgabe der Feuerwehr. Und die Zusammenarbeit mit Technischen Diensten, dem städtischen Umweltamt und den Stadtwerken Pforzheim sei „hervorragend“.

Neben der Berufsfeuerwehr waren die Abteilungen Dillweißenstein, Brötzingen-Weststadt und Haidach im Einsatz beteiligt. Die freiwillige Feuerwehr Niefern-Öschelbronn half mit weiteren Ölsperren aus.

Der Lastwagenfahrer – ein Getränkeanlieferer von außerhalb – wollte eigentlich nur an einem anderen Lkw vorbeifahren, der gerade seine Ladung auf dem Hof des Getränkemarktes ablud. Dabei schrammte er mit seinem Tank eine kleine Betonmauer an der Einfahrt. Der Tank riss auf, der Kraftstoff sprudelte heraus und floss teilweise in die daneben fließende Würm.

Siegfried Walter, Angestellter des Getränkemarktes, habe bemerkt, dass der Fahrer an dem Gefährt hantierte und nachgeschaut, was los war. „Sowas habe ich noch nie erlebt“, erzählt er. „Und ich habe schon viel erlebt.“ Sofort habe er Eimer geholt, um den Kraftstoff einzufangen. „Hätte er nur zwei Minuten gewartet“, sagt Walter über den Fahrer. Dann wäre der andere Lkw weggefahren. Ärgerlich sei es, aber ändern könne man es jetzt nicht. Daher ruft er dem Abschleppdienst zu: „Kann ich noch abladen?“ Wenigstens die Getränkepaletten vom beschädigten Lastwagen hätte Walter gerne.