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Remchingen -  26.04.2026
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Pakete verschwunden: Ermittlungen gegen Wilferdinger Kiosk

Remchingen-Wilferdingen. Wer im Wilferdinger Kiosk etwas kaufen oder ein Paket abgeben möchte, der steht seit einiger Zeit vor verschlossenen Türen. Der Laden hat dicht. Ob er noch mal öffnet? Unklar. Gleichzeitig bestätigt die Polizei, dass eine Strafanzeige wegen des Anfangsverdachts des Betrugs vorliegt.

In Remchingen sind im Frühjahr 2025 wohl einige Pakete verschwunden.
In Remchingen sind im Frühjahr 2025 wohl einige Pakete verschwunden. Foto: wutzkoh - stock.adobe.com

Remchingen-Wilferdingen. Wer im Wilferdinger Kiosk etwas kaufen oder ein Paket abgeben möchte, der steht seit einiger Zeit vor verschlossenen Türen. Der Laden hat dicht. Ob er noch mal öffnet? Unklar. Gleichzeitig bestätigt die Polizei, dass eine Strafanzeige wegen des Anfangsverdachts des Betrugs vorliegt.

Der Pachtvertrag sei von der aktuellen Betreiberin gekündigt worden, laufe aber regulär noch bis September, sagt die Verpächterin. Nun müsste dieses Verhältnis zunächst „korrekt beendet werden“. Wie es dann weitergeht, lässt sie offen. Weil sie schon älter sei, wolle sie das zunächst mit ihren Söhnen besprechen und dann im Familienverband regeln.

Erst im Herbst 2024 war der Kiosk von einem Paar wieder eröffnet worden. Der Pachtvertrag lief auf sie, er arbeitete mit. Die Freude, dass der Kultkiosk wieder öffnet, war groß.

Doch nun stehen Anschuldigungen im Raum, es sei nicht alles ordnungsgemäß gelaufen. So seien etwa Pakete verschwunden. Das Polizeipräsidium Pforzheim bestätigt, dass im Zusammenhang mit abhandengekommenen Paketen in der Gemeinde Remchingen, im Ortsteil Wilferdingen, eine Strafanzeige wegen des Anfangsverdachts des Betrugs vorliegt. Die Anzeige sei Ende 2025 erfolgt. Im Frühjahr 2025 hätten mehrere Geschädigte mutmaßlich keine Ware erhalten.

Weitergehende Angaben könne man im noch laufenden Ermittlungsverfahren derzeit nicht machen, so die Polizei. Allgemein gelte für potenziell Betroffene: Die Klärung über den Verbleib von Sendungen sowie etwaige Regressansprüche erfolge zunächst auf zivilrechtlichem Weg direkt über den zuständigen Post- beziehungsweise Paketdienstleister. Sollte jedoch der konkrete Verdacht einer Straftat bestehen – beispielsweise wenn Pakete vorsätzlich entwendet oder unterschlagen wurden – , stehe es den betroffenen Bürgern frei, diesen Sachverhalt bei einer Polizeidienststelle zur Anzeige zu bringen.

Dass es ein Ermittlungsverfahren gebe, bestätigt auch die DHL-Pressestelle auf PZ-Nachfrage. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, könne man allerdings keine weiteren Angaben machen. Da der Kiosk mittlerweile geschlossen habe, suche man nach einem neuen Partner. Mit ungewissem Ausgang.

Auch Lotto Baden Württemberg, für die der Kiosk als Annahmestelle fungierte, muss möglicherweise nach einem neuen Partner in Remchingen suchen. Denn das Vertragsverhältnis mit dem Kiosk wurde zu Ende März beendet. Von Lotto Baden Württemberg, wie deren Pressesprecherin Dorothee Lang-Mandel erklärt.