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Mühlacker -  09.03.2026
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Paradies für Heimwerker: OBI-Baumarkt auf der Ziegelhöhe in Mühlacker offiziell eröffnet

Mühlacker. Mühlacker. Mit dem Durchschneiden des roten Bandes ist der neue OBI-Baumarkt auf der Ziegelhöhe nun auch offiziell eröffnet worden. Schon seit dem „Softopening“ Anfang Januar zieht der Markt Kunden aus der gesamten Region an.

Mühlackers Oberbürgermeister Stephan Retter (vorne, von links), Bruno und David Kirschbaum sowie Peter Tepaß als früherer Geschäftsführer der OBI GmbH durchschneiden das rote Band vor dem OBI-Markt auf der Ziegelhöhe. Darüber freuen sich auch Bruder Daniel und Mutter Nezihe Kirschbaum (hinten).
Mühlackers Oberbürgermeister Stephan Retter (vorne, von links), Bruno und David Kirschbaum sowie Peter Tepaß als früherer Geschäftsführer der OBI GmbH durchschneiden das rote Band vor dem OBI-Markt auf der Ziegelhöhe. Darüber freuen sich auch Bruder Daniel und Mutter Nezihe Kirschbaum (hinten). Foto: Rose

Mit einer Schere in der Hand stehen Marktleiter David Kirschbaum, sein Vater Bruno, Oberbürgermeister Stephan Retter und Peter Tepaß als früherer Geschäftsführer der OBI GmbH vor dem OBI-Markt auf der Mühlacker Ziegelhöhe. Gegen 10 Uhr ist der Moment gekommen und sie durchschneiden das rote Band vor den Augen einiger Stadträte, Vertretern der Verwaltung sowie weiteren Gästen – und eröffnen damit offiziell den Markt.

Dabei läuft der Betrieb längst. Schon Anfang Januar hatte der Markt mit einem sogenannten „Soft Opening“ erstmals geöffnet. Diese zwei Monate nutzten Kirschbaum und sein Team als Testphase, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Die offizielle Eröffnung ist für David Kirschbaum dennoch ein besonderes Ereignis– auch wenn die Feier bewusst klein gehalten wird. „Wir feiern heute mit angezogener Handbremse“, sagt der 29-jährige Marktleiter.

„Wir sind mitten in der Saison und wollen den Fokus auf unsere Kunden legen.“

Die ersten Wochen hätten gezeigt, dass der neue Markt in der Region gut ankommt. „Wir haben durchweg positives Feedback bekommen“, sagt Kirschbaum. Viele Besucher seien begeistert von der Größe, dem Sortiment und dem modernen Gebäude. Tatsächlich ist der neue Markt deutlich größer als der frühere toom-Baumarkt an der Industriestraße, den die Familie Kirschbaum jahrzehntelang betrieben hatte. Rund 50.000 Artikel werden angeboten, die Verkaufsfläche ist deutlich gewachsen, und auch das Lager bietet erheblich mehr Platz.

Inzwischen sei der Markt im Alltag angekommen. „Wir konzentrieren uns auf das Tagesgeschäft“, sagt Kirschbaum. Entscheidend sei, dass Warenverfügbarkeit, Werbung und Abläufe funktionieren. Besonders gefragt seien derzeit etwa Bodenbeläge und Gartenartikel. „Da sehen wir, dass manche Sortimente sehr gut laufen.“

Überrascht zeigt sich der Marktleiter auch, aus welchem Bereich die Kunden nach Mühlacker kommen. „Das Einzugsgebiet ist größer, als wir erwartet haben – von Ludwigsburg bis nach Pforzheim“, sagt Kirschbaum. Neben vielen Heimwerkern nutzten auch zahlreiche Gewerbekunden den Markt. Für sie sei es ein Vorteil, dass sie für gewisse Artikel nicht mehr zu anderen weiter entfernten Standorten fahren müssen.

Ein wichtiger Punkt der ersten zwei Monate sei auch der Aufbau des Teams gewesen. „Wir haben gemerkt, wie breit die OBI-Welt ist“, sagt Kirschbaum. Entsprechend viel Zeit sei in Schulungen und Einarbeitung des Personals geflossen. Rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit im Markt beschäftigt.

Dass der neue Baumarkt nun steht, hat jedoch auch eine lange Vorgeschichte. Für Bruno Kirschbaum, den Seniorchef der Familie, ist die offizielle Eröffnung deshalb ein besonders emotionaler Moment. Fast zwei Jahrzehnte lang hatte er sich für einen neuen Baumarkt-Standort in Mühlacker eingesetzt und das Projekt von Beginn an begleitet. „Wir sind sehr überrascht über die Resonanz“, sagt er. Viele Kunden kämen auch von außerhalb. Für ihn sei der neue Markt ein schöner Abschluss seines Berufslebens. „Dass ich das noch erleben darf, ist ein Happy End.“

Auch Oberbürgermeister Retter sieht in der Eröffnung ein wichtiges Signal. Der Baumarkt sei der „richtige Startschuss“ für das neue Stadtquartier auf der Ziegelhöhe. Weitere Bauprojekte liefen bereits parallel. „Wenn der erste große Betrieb eröffnet, sehen die Menschen, dass hier wirklich etwas passiert.“