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Wohnen -  13.03.2019
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Pforzheim im Kleinen: Die Südweststadt überrascht

Pforzheim. Alter, Herkunft, Sozialstruktur – die Südweststadt ist ein Spiegel der Gesamtstadt, was an der Verschiedenheit ihrer einzelnen und teilweise sehr unterschiedlichen Wohngebiete liegt. Negative wie positive Spitzenwerte sucht man hier vergebens.

Ein Blick auf die Grafiken verrät es – die Südweststadt ist in ihrer Gesamtheit ein Spiegelbild der Pforzheimer Bevölkerung. Das liegt unter anderem an ihrer heterogenen Zusammensetzung, denn der Stadtteil, der von der Enz im Norden, der Nagold im Süden, der Grünewaldstraße im Westen und dem Lindenplatz im Osten reicht, besteht aus mehreren Gebieten: der Rodplatte – von jeher eine Wohngegend mit gehobenen Miet- und Grundstückspreisen –, dem Weiherberg am Hang, sowie der Bleichstraße und der Kaiser-Friedrich-Straße im Tal.

Insgesamt 213 Hektar Fläche, auf denen 13 908 Personen zum Stichtag am 31. Dezember 2017 lebten. Mit 72,6 Prozent besitzen fast drei Viertel der Bevölkerung die deutsche Staatsbürgerschaft, gefolgt von 3,6 Prozent Türken und 3,3 Prozent Rumänen. Aus dem „sonstigen Ausland“ stammten 12,6 Prozent der Bewohner. Einen Migrationshintergrund wiesen mit 49 Prozent knapp die Hälfte der Südweststädler auf. Alles Zahlen, die den gesamtstädtischen sehr ähnlich sind. Tatsächlich gibt es keinen Stadtteil, der – in seiner Gesamtheit betrachtet – den Durchschnittswerten für ganz Pforzheim näher ist.

Und diese Ähnlichkeit endet nicht mit der Herkunft der Südweststädtler: Das Durchschnittsalter liegt hier bei 42,3 Jahren – genau so wie für ganz Pforzheim. Die Geburtenrate liegt bei 1,6, was ebenfalls identisch mit dem städtischen Gesamtwert ist. 16,6 Prozent der Bevölkerung waren zum Stichtag unter 18 Jahre, in Pforzheim waren es 17,5 Prozent. 67,7 Prozent von ihnen, und damit etwas mehr als zwei Drittel, haben einen Migrationshintergrund. Die Kinderarmutsquote liegt in der Südweststadt bei 22,7 Prozent – und damit nur einen Prozentpunkt über dem Pforzheimer Gesamtwert. 13,1 Prozent der Unter-65-Jährigen bezogen im Stadtteil „Hartz IV“, gesamtstädtisch waren es 12,3 Prozent.

Doch nicht nur die Bewohnerstruktur ist ein Spiegelbild Pforzheims. In der Zeit von 2007 bis 2017 ist die Goldstadt um 8,4 Prozent gewachsen – die Südweststadt um 8,5 Prozent. In ganz Pforzheim kommen 39,5 Autos auf 100 Einwohner, in der Südweststadt sind es 40,8. Auf 100 Personen kommen in ganz Pforzheim 3,2 Krafträder, exakt so viele, wie auch in der Südweststadt.

Autor: Jeanne Lutz