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_keine Angabe -  22.05.2019
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Pforzheimer Hauptfriedhof: Baum fällt knapp neben Passanten um

Pforzheim. Das möchte keiner erleben: Man schlendert durch eine Allee, und plötzlich fällt einem ein grüner Gigant vor die Füße. Eben diese Erfahrung mussten Volker Kreder und Ursula Born aus Birkenfeld auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof machen. Ihre Fotos führen vor Augen, wie knapp sie einem Unglück mit schlimmen Folgen entgingen.

„Plötzlich hören wir ein lautes Knacken.“ So schildert Volker Kreder den Moment, als auf dem Friedhof dieser Baum fällt. Fotos: Kreder
„Plötzlich hören wir ein lautes Knacken.“ So schildert Volker Kreder den Moment, als auf dem Friedhof dieser Baum fällt. Fotos: Kreder

Erst jetzt erreichte die PZ die Nachricht von diesem Vorfall, der sich bereits am Dienstag vergangener Woche ereignet hat. Das Ehepaar kam vom Seiteneingang nahe der Eisinger Landstraße und war auf dem Weg zu Familiengräbern. „Plötzlich hören wir ein lautes Knacken, und dann sehen wir, wie dieser mächtige Baum umfällt“, berichtet Kreder. Vielleicht 30 Meter hinter ihnen sei dieser Riese zu Boden gerauscht, habe dabei drei Gräber beschädigt. „Eine halbe, dreiviertel Minute eher, dann hätte er uns wohl getroffen.“

Nun treibt das Paar die Frage um, ob weitere Bäume ähnlich anfällig sein könnten. Laut dem städtischen Sprecher Michael Strohmayer handelte es sich um eine 20 Meter große Rotbuche. Der Fall sei auf einen Fäulniserreger im Wurzelbereich zurückzuführen. Der Riesenporling habe die Haltewurzeln zerstört. Diese Gefahr lauere nicht einsehbar im Boden, da die Versorgungswurzeln intakt blieben und die Krone vital erscheine. Beim letzten Kontrollgang im November 2018 hätten keine Auffälligkeiten festgestellt werden können. Das Grünflächen- und Tiefbauamt (GTA) habe den Baum zersägt und beseitigt und Nachbarbäume eingehend untersucht, da nicht auszuschließen sei, dass weitere Bäume vom Pilz befallen sind.

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Autor: Claudius Erb