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Bad Wildbad -  28.06.2026
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Polterplatz-Open-Air in Bad Wildbad: AC/DC-Coverband begeistert hunderte Rockfans

Bad Wildbad. So auch in diesem Jahr, als auf dem Zeltplatz zwischen der Bäderstadt und dem Christophshof wieder Bühne, Stände und Zelte aufgebaut wurden. Zwei Tage und Nächte lang stand für die Rockmusikbegeisterten alles unter dem Motto „Mit tollen Bands abfeiern, Tanzen, Freunde treffen“. Tatsächlich war musikalisch beim immer noch kostenlosen Spektakel an beiden Veranstaltungstagen für jeden etwas dabei. Nach dem Ausfall von „Breathing Mess“ bekam die Deutschrockband „SpArTon aus Pforzheim die Möglichkeit, den Auftakt des Polterplatz-Open- Air zu machen.

Jörg Achache genießt den Erfolg des Polterplatz-Open-Air und feiert verdientermaßen mit.
Jörg Achache genießt den Erfolg des Polterplatz-Open-Air und feiert verdientermaßen mit. Foto: Ulrike Knöller

Gelungene Mischung

Das Trio läutete das Festival mit einer Mischung aus Hardcore-Pop, Grunge, Rock und progressiven Songtexten ein. Auf der Internetseite von „Lola Lunte“ ist über die Musik der Band zu lesen: „Gespielt wird alles, was Krach und Spaß macht, wie wohliger Rock oder adretter Punk, sowas wie neuere Neue Deutsche Welle, gerne auch Indie oder die 1970-er, dazu eine Prise Britpop.“ Genau dieser sympathische Mix des Pforzheimer Quartetts und die starken deutschsprachigen Texte begeisterten das Publikum. Zum Kontrast dazu gab es Fernwehstimmung mit „The Manky Melters“. Die Band aus Frankreich ließ mit keltisch-irischem Sound von den Weiten Irlands träumen. Den offiziellen Abschluss des ersten Tags machte die, beim Polterplatz bekannte Punkrockband „Nevermind“ aus Schlitz. Bei den deutschsprachigen Liedern, von spaßig bis durchaus auch gesellschaftskritisch, gepaart mit sauberen punkig-rockigen Einschlägen gaben die Fanmassen nochmals alles, bevor mit DJ Jim Tronic bis „in die Puppen“ weitergefeiert wurde und sich die Letzten in ihre Zelte verkrochen.

Lange Zeit zum Ausruhen blieb nicht, denn um 15 Uhr am Samstag zeigte der rockige Nachwuchs in Form der Neuenbürger Schülerband „Idolz“, wie man einen Open Air Tag beginnt. Anschließend sorgte die „Sommelädr Kapell“ aus Sommenhardt mit ureigenem schwäbischem Rock für beste Laune unter strahlender Sonne. Überhaupt war man bei den hohen Temperaturen, durch die man ebenso ins Schwitzen kam wie bei den starken Gigs der Musikformationen, gezwungen, viel zu trinken, worüber sich der Veranstalter freute. Heavy wurde es mit „Affront“.

Heiße Auftritte

Headbanger waren vorprogrammiert bei dem „heißen“ NU-Metal-Auftritt der Karlsruher, die mit fetten Gitarrenriffs, emotionalen deutschen Texten die Rockbegeisterten entflammten, aber nicht zu „Asche und Staub“, wie im Titel der neuesten Single, verwandelten. Zum Tanzen brachte die Alternative Rockband „Tune Circus“ mit Robert Reister die Menge. Mehr als 400 Gigs in den letzten zwei Jahren hat die 2008 gegründete Band vorzuweisen. Mit Auftritten bei den Scorpions, Nena, Silbermond und vielen mehr hat die Formation viel Bühnenerfahrung. Der anspruchsvolle, melodiöse Rock und die starke Stimme von Reister zog die Fans beim Polterplatz in ihren Bann. Mit Bläsern, SKA-Punk-Rock und ein bisschen Reggae sorgten die sieben Musiker der „Revolte Tanzbein“ aus Frankfurt für gute Laune. Sänger Alexander Bartsch mischte sich sogar unter das tanzende Völkchen.

Absoluter Höhepunkt des zweitägigen „Rock am Polterplatz“ bildete die AC/BC Coverband. Die fünf gestandenen Rocker, performten mit viel Hingabe und noch mehr Schweiß, eine perfekte Illusion der australischen Kultband AC/DC. Klaus Opree, der Sänger mit der begnadeten Reibeisenstimme, Wulf Hanses-Ketteler, Wolfram Oberle, Bernie Beginn und Lutz Hanses-Ketteler brachten fette, gnadenlose Riffs und hämmerten schnörkellos mit Leidenschaft und langjähriger Erfahrung die legendäre Musik des Originals auf die Bühne. Hits wie Thunderstruck, Hells Bells, T.N.T. und Highway to Hell sorgten für Gänsehaut und brachten den Platz vor der Bühne zum Beben. Der Hauptverantwortliche Jörg Achache und seine zahlreichen Helfer konnten mit dem 35. Polterplatz-Spektakel äußerst zufrieden sein und die vielen treuen Rockfans freuen sich bereits auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Es wird gepoltert.“