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Pforzheim -  01.07.2026
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Pools und Badewannen: Dillweißenstein holt das Freibad auf den Ludwigsplatz

Pforzheim. Weil das Nagoldfreibad wegen der Sanierung geschlossen bleibt, verwandelt sich der Ludwigsplatz in Dillweißenstein in ein temporäres Spaßbad. Pool, Whirlpools, Live-Musik und Mitmachaktionen sorgen für echtes Freibad-Feeling. 

Bringen Freibad-Feeling in den Innenhof der Begegnungsstätte und auf den Ludwigsplatz: Manuel Hohweiler und Jörg Müller (vorne, von links) sowie Daniela Schiessel, Thomas Häffelin, Maxi Schilling, Gabriele Münster, Petra Bösl und Simone Rothfuß (hinten, von links).
Bringen Freibad-Feeling in den Innenhof der Begegnungsstätte und auf den Ludwigsplatz: Manuel Hohweiler und Jörg Müller (vorne, von links) sowie Daniela Schiessel, Thomas Häffelin, Maxi Schilling, Gabriele Münster, Petra Bösl und Simone Rothfuß (hinten, von links). Foto: Röhr

„Spontan dahergeschwätzt“ habe man bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr, berichtet der Fördervereinsvorsitzende Jörg Müller schmunzelnd: „Wenn wir nicht ins Freibad kommen, holen wir das Freibad halt zu uns.“ Und so machen die Dillweißensteiner, die wegen der doch länger dauernden Sanierung in dieser Saison ihr Schätzchen an der Bogenbrücke nicht nutzen können, tatsächlich aus der Not eine Tugend. „Wir wollten eh mal wieder ein Stadtteilfest machen“, sagt Müller. Dieses heißt nun „Freibad-Sommer-Lounge“ und verwandelt am kommenden Wochenende den Ludwigsplatz in eine Art „Spaßbad“, wie die rührigen Macher ihr Konzept nennen, bei dem feucht-fröhliche Abkühlung im Fokus steht.

„Es war klar: Hier muss ein Schwimmbecken hin“,

betont die stellvertretende Vorsitzende Simone Rothfuß.

Und zwar ein ordentlich großes in Form eines Containers, der bereits bei „Mobil ohne Auto“ zu sehen und zu nutzen war. Zudem gibt es zwei aufblasbare Whirlpools, in die zeitgleich je bis zu sechs Personen passen. Und die örtliche Firma Bulling will drei historische Badewannen aufstellen. „Eine richtige Wasserlandschaft“, schwärmt Rothfuß.

Viele engagierte Mitstreiter

Auch im Garten der Begegnungsstätte geht’s spritzig zu. Am Samstag, 4. Juli, können Klein und Groß von 14 bis 18 Uhr an einer Feuerlöschwand die Kübelspritze in Wallung bringen, Wasserbomben-Spiele und Entenangeln komplettieren die Gaudi. Selbst der Freibad-Kiosk von Gabriel Jivanov ist in mobiler Version präsent, neben einem vom Verein Ankerkultur bewirtschafteten Bierwagen.

„Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, gibt es Wellen, und die werden schnell größer“, beschreibt Jörg Müller den typischen Dillschde-Effekt. Neben Förder- und Bürgerverein fanden sich rasch etliche Mitstreiter – von Feuerwehr, Spielvereinigung und SSV über Belrem-Gilde, Kräheneck-Hexen, Diakonie und örtlichen Künstlern bis zu lokalen Geschäftsleuten. „Einzigartig“ sei die Situation am Ludwigsplatz, an dem es keinen Leerstand gebe.

Und so wollen die Ladenbetreiber am Samstag ab dem um 10 Uhr erfolgenden Fassanstich ein „Einkaufserlebnis“ schaffen – mit dem ohnehin vielfältigen Angebot und mancher Überraschung. Von 11 bis 14 Uhr öffnen an der Hirsauer Straße Gabriele Münster ihren „Art-Ort“ und Susanne Kohler ihr Atelier. Bei der Goldschmiede Chilingar kann man aus Silberdraht selbst Schmuck herstellen.

Dolce Vita und Feuerzauber

Ab 19 Uhr steigt am Samstag die „Italienische Nacht“ mit „Dolce Vita am Pool“ und dem eigentlich in rockigeren Gefilden beheimateten DJ Thomas Klumpp: „Er muss sich nun in die italienische Musik einarbeiten“, grinst Müller. Dazu passt wie gemalt, dass die Vespa in diesem Jahr 80 wird. Einige nostalgische Exemplare würden auf dem Ludwigsplatz zu bestaunen sein. Einen spektakulären Hingucker bietet Anika Zinkand von „Flammenspiel“ gegen 22.15 Uhr mit ihrer Feuershow.

Der Sonntag, 5. Juli, beginnt um 9.30 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück und Live-Musik von „Major Moments“. Das „Café ohne Grenzen“ serviert Obazda dazu. Bis in den Nachmittag bietet Anke Weingardt im Innenhof des DiakoniePunkts Qi-Gong zum Reinschnuppern an. Ab 14 Uhr öffnet Raphael Mürle sein Figurentheater an der Bülowstraße für eine Stunde zur Werkstattführung, er zeigt auch einige Spielszenen.

Eintritt wird für die gesamte Veranstaltung nicht erhoben. Ein Spendenkässchen steht bereit. Man kann die Arbeit der Ehrenamtlichen auch unterstützen, indem man am Infostand eines der Badetücher, Puzzles oder Poster erwirbt – oder dann am Sonntag ab 15 Uhr zu 30 Euro einen der limitierten Liegestühle mit Nagoldfreibad-Logo. Eine wohl einmalige Gelegenheit wie das gesamte Event, weil ja dann ab kommender Saison wieder am Beckenrand gechillt und gefeiert werden kann. Bis dahin also die kreative Überbrückung. Müller: „Ich hoffe, das wuppt und schlägt ein.“

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