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Enzkreis -  06.08.2026
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Positive Nachrichten für Imker und Bienen: Förderung bei Nestentfernungen der Asiatischen Hornisse wird erhöht

Enzkreis. Die Asiatische Hornisse ist in der Region längst zur ernstzunehmenden Bedrohung geworden. Imker haben deshalb an verschiedenen Orten im Enzkreis schon zur Selbsthilfe gegriffen. In Birkenfeld beispielsweise wurde über Wochen hinweg über die Gefahr informiert. Und es wurde gezeigt, wie jeder Bienen- und Honigfreund den Imkern helfen kann.

Wolfgang Oechsle Asiatische Hornisse
Dieses Sekundärnest hing vergangenen Herbst in rund 28 Metern Höhe inNöttingen. Die Entfernung wird nun stärker gefördert. Foto: Röhr

Etwa durch das Melden von Nestern oder bei einer Locktopfaktion durch die Bestimmung von Königinnen. Das große Problem: Die Bekämpfung des für die heimische Honigbiene so tödlichen Insekts ist an sich keine staatliche Aufgabe.

Staatssekretärin Sarah Schweizer (CDU) ließ nun landesweit aufhorchen: „Mit zusätzlichen Anreizen für die Nestentfernung und weiterem geschulten Personal wollen wir die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse verhindern.“ Die Asiatische Hornisse sei eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau zunehmend zur Gefahr werde. „Die weitere Verbreitung müssen wir deshalb so weit wie möglich eindämmen. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Entfernung ihrer Nester.“

Die Asiatische Hornisse bezieht in den nächsten Wochen die sogenannten Sekundärnester, die in der Regel schlechter erreichbar sind als die Primärnester und in Baumwipfeln liegen. Umso wichtiger sei es, auch im Herbst den Anreiz für die Nestentfernung hochzuhalten. Das Landwirtschaftsministerium unterstützt über ein Projekt des Landesverbands Badischer Imker die Entnahme der Nester. Bis Ende August wird deren Entfernung mit 60 Euro je entferntem Nest bezuschusst. Ab September steigt die Pauschale auf 200 Euro je entferntem Sekundärnest. Diese sind ab September verstärkt auffindbar. Ziel des Projektes ist, über ein Monitoring zu erfahren, ob durch die Nestentfernungen die Fortpflanzung und Ausbreitung dieser invasiven Art effektiv reduziert werden kann. Die Bezuschussung der Entnahme von Nestern richtet sich an qualifizierte und bei der Universität Hohenheim registrierte Nestentferner oder Schädlingsbekämpfer.

Bezirksimker sehen es positiv

Als ein hervorragendes Signal der Politik bezeichnete am Donnerstag der Vorsitzende des Bezirksimkervereins Neuenbürg (BV), Klaus Jürgen Györfi, die Nachricht aus Stuttgart. Der BV ist seit rund einem Jahr im westlichen Enzkreis sehr aktiv in Sachen Bekämpfung der Asiatischen Hornisse. Györfi lobte hier auch explizit die Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Die Landespauschale helfe dem Verein nun aus einem Dilemma: Wenn die zwölf ehrenamtlichen Nestentferner bislang ausrückten, gab es zwei Varianten: Entweder man verschenkte diese Leistung oder man schrieb eine Rechnung. Auf Letzteres wollte der BV aber allein schon aus administrativen Gründen verzichten. Außerdem ist der Verein bislang mit rund 2500 Euro in Vorleistung gegangen – dazu investierte jeder Nestentferner noch einmal 200 bis 300 Euro in seine persönliche Schutzausrüstung.

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