Gemeinden der Region
Remchingen -  15.11.2019
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Problem der Wasserversorgung vorerst nicht gelöst - wie viel muss die Gemeinde zahlen?

Remchingen. Wer zahlt die Rechnung für die Wasserleitung zum Remchinger Kinderheim Sperlingshof? Diese Frage ist weiterhin offen, obwohl sie in der Sitzung des Gemeinderats eigentlich endgültig geklärt werden sollte. Auf Intervention von Manfred Beck, Vorsitzender des Trägervereins, wurde das Angebot der Gemeinde von der Tagesordnung genommen: Beck möchte, dass vor einer Entscheidung geklärt wird, ob die Gemeinde nicht doch einen viel höheren Anteil zahlen muss.

Symbolbild: Adobe Stock
Symbolbild: Adobe Stock

Aber der Reihe nach: Der Anschluss des Sperlingshofs und weiterer Gebäude an die Remchinger Wasserversorgung war nötig geworden, nachdem vor rund einem Jahr der Brunnen eintrübte, der das Gebiet mit Wasser versorgte. Für die Übergangszeit wurde eine Notversorgung aufgebaut, die flachverlegten Leitungen können aber im Winter leicht einfrieren. Die Finanzierung der neuen Leitungen – rund 250 000 Euro – müssten der Sperlingshof und die drei weiteren Anlieger selbst tragen, so die Linie der Gemeinde. Zuschüsse an den Sperlingshof könnten nach Vereinsförderrichtlinien gewährt werden: Dem Gemeinderat lag nun der Vorschlag vor, dem Kinderheim 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten in Höhe von 136 000 Euro zu gewähren – und damit mehr als die üblichen 20 Prozent. Insgesamt würde damit ein Gesamtzuschuss in Höhe von knapp 41 000 Euro fließen.

Martin Beck vom Trägerverein Kinderfreundgesellschaft brachte den Ablauf jedoch ins Stocken. Er wandte sich am Abend vor der Sitzung an die Gemeinderäte: Durch Zufall habe er erfahren, dass die Gemeinde durchaus auch schon anders verfahren sei. So soll beispielsweise das Baugebiet Niemandsberg auf Gemeindekosten erschlossen worden sein, wie er im Gespräch mit der PZ betonte. Die Anlieger hätten nur die Kosten vom Weg zum Gebäude selbst beisteuern müssen. Nun solle vor einem Beschluss geprüft werden, ob so ein Verfahren nicht auch für den Sperlingshof gelten müsse.

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Autor: sab