Prozess in Pforzheim: Mann soll Taxifahrer bedroht und erpresst haben
Pforzheim. Ein 34-jähriger Mann aus dem Kosovo muss sich derzeit wegen eines räuberischen Angriffs auf einen Taxifahrer vor der großen auswärtigen Strafkammer des Landgerichts beim Amtsgericht Pforzheim verantworten. Zudem ist der Beschuldigte wegen Erpressung und Nötigung angeklagt.
Der Kosovare, der seinen Wohnsitz im östlichen Enzkreis hat, soll Anfang Mai dieses Jahres in den frühen Morgenstunden in Calw als Kunde in ein Taxi eingestiegen sein. Zunächst war das Fahrtziel Heimsheim. Plötzlich entschied sich der Mann abrupt um und änderte den gewünschten Ankunftsort. Die Fahrt sollte schließlich nicht mehr in die Schleglerstadt, sondern in die Goldstadt Pforzheim führen.
Kurz vor Ende der Fahrt, im Stadtgebiet Pforzheim, soll der Angeklagte den Taxifahrer bedroht, festgehalten und gleichzeitig das Fahrzeug nach Geld durchsucht haben. Der Taxifahrer reagierte prompt und zeigte ihm einen Geldbeutel, der ausschließlich mit Karten statt mit Bargeld gefüllt war. „Wenn kein Geld gibt, mache ich Pistola“, soll der Angreifer im gebrochenen Deutsch dem Fahrer gedroht haben.
Anschließend soll er den geschockten Taxifahrer unter weiteren Drohungen dazu genötigt haben, an einer Bankfiliale in Pforzheim 250 Euro abzuheben und ihm das Geld zu überlassen. Am Freitag wurde aus Krankheitsgründen der Verteidigung nur die Anklage verlesen. Ein Folgetermin ist für den 10. November um 9 Uhr in Pforzheim am Amtsgericht festgesetzt.
