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Pforzheim -  10.03.2026
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Quer durch den Nordschwarzwald: DAV Pforzheim organisiert zwölfte 24-Stunden-Wanderung

Pforzheim. Pforzheim. Dem stressigen Alltag kurz entfliehen, die Natur erkunden und etwas für die eigene Gesundheit tun: Die Gründe, Wandern zu gehen, sind vielfältig. Diverse Studien der vergangenen Jahre zeigen, dass sich Wandern einer immer größeren Beliebtheit freut. Aber ganze 24 Stunden über Stock und Stein? Das ist dann vermutlich doch eher was für die besonders erfahrenen Wanderer.

DAV Pressegespräch 24 Stunden Wanderung
Bereit für die große Wanderung: Frank Haase, Alexander Uhlig, Martin Hämmerle und Sven Hämmerle (von links)haben alle Hände voll zu tun, bevor Mitte Mai mit maximal 200 Teilnehmern losgewandert werden kann. Foto: Röhr

Und für genau diese – und jeden, der es ebenso wagen möchte – organisiert der Deutsche Alpenverein Pforzheim (DAV) am 16. und 17. Mai zum nun zwölften Mal eine 24-Stunden-Wanderung. „Wir sind wild entschlossen, gemeinsam 75 Kilometer zu laufen“, so Martin Hämmerle vom DAV Pforzheim.

Die Wanderung führt in diesem Jahr einmal quer durch den Nordschwarzwald. Der Startschuss fällt um Punkt 12 Uhr vor dem Vereinsheim des DAV Pforzheim in der Heidenheimer Straße. Von dort aus geht es gemeinsam über die Weinberge nach Keltern. Weiter geht es nach Feldrennach und Conweiler bis man nach etwa 30 Kilometern das Kurhaus Dobel erreicht und gemeinsam zu Abend gegessen wird. Für die Wandergruppe geht es dann die Nacht hindurch von Bad Wildbad über Calmbach nach Engelsbrand, wo es in der Mehrzweckhalle gegen 5.30 Uhr Frühstück geben wird. Nach 24 Stunden findet sich die Truppe – wenn alles nach Plan verläuft – für eine kleine Abschlussfeier im Vereinsheim der SV Kickers Pforzheim direkt gegenüber vom Startpunkt. „Die Nacht aber auch die letzten Stunden sind immer der anstrengendste Teil“, sind sich die Mit-Organisatoren Frank Haase, Alexander Uhlig, Martin Hämmerle und Sven Hämmerle einig. Es sei aber auch ein unbeschreibliches Gefühl, die Wanderung bis zum Schluss zu meistern.

Für die Veranstalter sei eine Sache besonders wichtig: in der Gruppe zusammenzubleiben. „Das ist das besondere bei uns, dass wir gemeinsam loslaufen und gemeinsam ankommen“, so Hämmerle. So könne man sich gegenseitig unterstützen, motivieren und mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. „Manche Kilometer vergehen dabei einfach, ohne dass man es bemerkt“, sagt Uhlig.

Das sei auch für die Natur von Vorteil, so Hämmerle. „Natürlich laufen wir nachts durch den Wald, aber da wir gemeinsam durchlaufen, sind wir schnell durch und stören die Tiere nicht lange.“ Viele der Teilnehmer seien „Wiederholungstäter“ und schon mehr als einmal dabei gewesen. Für die Veranstalter sei das eine schöne Bestätigung. Aber auch neue Gesichter seien jedes Jahr mit dabei. „Viele wollen es einfach einmal ausprobieren, aber man darf die Wanderung auch nicht unterschätzen“, sagt Uhlig. Dennoch gebe es immer wieder Überraschungen. Die Altersspanne reiche dabei von neun bis über 90.

„Der Wille spielt eine große Rolle. Man muss seinen inneren Schweinehund überwinden“,

so Uhlig weiter.

Umso emotionaler sei der Abschluss. „Egal, ob jemand zum ersten Mal teilnimmt oder wie oft man mitgemacht hat, das ist immer eine starke Leistung“, so Hämmerle.

Unterstützt werden die Teilnehmer von einem etwa 20-köpfigen Betreuer-Team. Mehrere Fahrzeuge begleiten die Wandergruppe und versorgen sie mit Getränken, Obst oder Riegeln. Beutel für Wechselkleidung erhalten die Teilnehmer ebenfalls von den Organisatoren. Pausen wird es insgesamt fünf geben. Insgesamt 200 Teilnehmer können mitwandern. Die Startgebühr für Nicht-Mitglieder beträgt 85 Euro, für DAV-Mitglieder 70 Euro.

Anmeldungen sowie weitere Infos unter www.alpenverein-pforzheim.de/kurse-touren/wandern-bergwandern/.