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Mönsheim -  18.03.2026
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Rasante Entwicklung in Mönsheimer Verein: „VfB-Fanclub Mesa“ geht voller Tatendrang ins zweite Jahr

Mönsheim.Eigentlich hatte Volker Knapp vor zwei Jahren nur einfach so beim Marktplatzfest in seinem Wohnort Mönsheim vorbeischauen wollen. Doch der Abend hatte für ihn weitreichende Folgen – wenn auch keine negativen. Zur späten Stunde saß er dort mit Bekannten zusammen, die sich über Fußball unterhielten. Genauer gesagt ging es um den VfB Stuttgart, Knapps Lieblingsverein.

Feiern mit dem VfB-Fanclub Mesa bald ersten Geburtstag: Christian Bauer (von links), Joel Baumgärtner, Claudia Schäuffele, Marcel Spazierer, Dirk Winkler und Volker Knapp.
Feiern mit dem VfB-Fanclub Mesa bald ersten Geburtstag: Christian Bauer (von links), Joel Baumgärtner, Claudia Schäuffele, Marcel Spazierer, Dirk Winkler und Volker Knapp. Foto: VfB-Fanclub Mesa

Ausgangspunkt war ein Interview von Nick Woltemade. Der damalige VfB-Stürmer hatte darin berichtet, dass er immer wieder nach Mönsheim komme. Auf dem Marktplatzfest wurde daraufhin diskutiert, ob er damit das Mönsheim im Enzkreis meinte oder ob es nicht noch ein anderes Mönsheim gäbe, berichtet Knapp.Der 61-Jährige konnte da mit seiner Expertise aushelfen.

„Ich hatte dazu recherchiert und herausgefunden, dass seine Tante eine Querstraße von mir entfernt wohnt“, erzählt Knapp.

Serviette mit Unterschriften

Nick Woltemade ist beim VfB inzwischen Geschichte, er wechselte vergangenen Sommer zu Newcastle United in die englische Premiere League. In Mönsheim ist er nun aber Teil der Fanclub-Geschichte geworden. Denn die Fachsimpelei über den VfB Stuttgart war nach Knapps Erhellung der Anwesenden noch nicht zu Ende. Bis früh in den Morgenstunden ging es weiter. „Am Ende haben rund 30 Leute auf einer Serviette unterschrieben, dass sie einen VfB-Fanclub gründen wollen“, erzählt Knapp. Dieser ist zu dem Zeitpunkt bereits Mitglied in einem Wurmberger Fanclub der Stuttgarter. „Ich habe versucht, sie zu überreden, auch nach Wurmberg zu kommen“, so Knapp. „Aber sie wollten einen eigenen haben“. Am 16. April 2025 wurde schließlich der VfB-Fanclub Mesa gegründet.

Man habe sich bei der Gründungsversammlung auch bewusst für den Namen Mesa – so nennen die Einheimischen Mönsheim – entschieden, „auch wenn Außenstehende damit nicht direkt was anfangen können“, berichtet Knapp, der den 1. Vorsitz übernahm. Bereits rund einen Monat später, am 14. Mai, wurde der neue Verein als offizieller Fanclub des VfB Stuttgart anerkannt. Kurz vor dem ersten Geburtstag ist die Mitgliederzahl des Mönsheimer Fanclubs auf rund 70 angewachsen. Neben dem Stammtisch, der immer am zweiten Mittwoch im Monat in einem Lokal vor Ort („Wir wechseln durch die Gaststätten vor Ort durch“, Knapp) stattfindet und auch für Nichtmitglieder offen ist, besucht der Verein natürlich Spiele des VfB Stuttgart in der Bundesliga und auch dessen Drittliga-Mannschaft. „Bei der zweiten Mannschaft ist es einfacher, an Tickets zu kommen“, so Knapp. Auch beim SWR-Sportstudio waren Mesa-Mitglieder bereits zu Besuch. Die Mönsheimer Delegation, die aus zehn Personen bestand, hat dabei auch den VfB-Spieler Jamie Leweling getroffen.

In der Region verwurzelt

Für den Fanclub-Vorstand stehen Familien und der Kontakt zu anderen Fanclubs im Fokus. Aber auch die Verwurzelung in der Region spielt für ihn eine große Rolle. „Jeder Fanclub hat seine eigenen Schwerpunkte, manche haben sich beim Fußballspiel in der Kurve kennengelernt und haben einen Fanclub gegründet. Bei uns ist es aus der Region heraus entstanden“, so knapp. Im Dezember vergangenen Jahres organisierte Mesa zusammen mit den Fanclubs aus Illingen (1806 Württemberg), Knittlingen-Freudenstein (Schwabenoffensive), Mühlacker-Lomersheim (Wild Boys), Ersingen (VfB Freunde Cannstatter Zuckerle) und Kernen/Remstal (Legio Canstatt ad Neccarum 1893) eine Weihnachtsfeier, bei der auch der VfB Stuttgart ein paar Gäste beisteuerte. Neben den Spielerinnen Müriel Dürr und Anja Selensky war auch der Bundesliga-Profi Josha Vagnoman zu Gast. Kein Wunder, dass die Veranstaltung gut besucht war. Rund 100 Mitglieder der sechs Fanclubs waren dabei, darunter laut Kanapp auch etwa 30 Kinder. Denen ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.

Knapp und seine Mitstreiter sind weiter voller Tatendrang und haben auch gut ein Jahr nach der Gründung viel vor. „Wir wollen lokal etwas bewegen“, sagt er. So wolle man sich zum Beispiel am Mönsheimer Sommerferienprogramm beteiligen und sich beim Weihnachtsmarkt einbringen.