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Kriminalität -  28.04.2026
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Razzien gegen "Hells Angels": Waffen, Hinweise auf Drogen und bis zu 2,5 Millionen Euro gesichert

Laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) waren die Razzien gegen «Hells Angels» ein Erfolg. Man habe große Vermögenswerte gesichert, Waffen und Hinweise auf Drogen entdeckt.

Nordrhein-Westfalen, Langenfeld: Ein Kinderauto steht auf dem Gelände eines Anwesens, auf dem eine Razzia gegen die "Hells Angels" durchgeführt wird. Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe vor.
Nordrhein-Westfalen, Langenfeld: Ein Kinderauto steht auf dem Gelände eines Anwesens, auf dem eine Razzia gegen die "Hells Angels" durchgeführt wird. Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe vor. Foto: Henning Kaiser/dpa

Bei den Razzien gegen «Hells Angels»-Rocker in NRW haben die Ermittlungsbehörden Vermögenswerte von bis zu 2,5 Millionen Euro sichergestellt. Das sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) vor Journalisten in Düsseldorf. Laut Reul hatten Ermittlungen zu Organisierter Kriminalität zu dem «Hells Angels»-Ableger in Leverkusen geführt. Der war vor der Razzia verboten worden.

Präsident des Chapters Leverkusen festgenommen

Es gebe 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 59 Jahren, so Reul. Der Präsident des relativ neu gegründeten Chapters Leverkusen wurde festgenommen, gegen ihn liegt laut Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl vor. In der Werkstatt des Präsidenten in Langenfeld habe man zahlreiche Motorräder der Marke «Harley-Davidson» gefunden, sagte Reul. Man kläre nun, wem die gehören. Außerdem habe man Waffen gefunden und ein Bankschließfach in Lünen durchsucht. 

«Erste Hinweise lassen auch auf einen profitorientierten Anbau von Betäubungsmitteln schließen», erklärte der Minister. Rockerclubs hätten nichts mit «Motorradromantik» zu tun, so Reul. Vielmehr gehe es um organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Waffen oder Schutzgelderpressung. Wenn man da mitmache, müsse man damit rechnen, «dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht. Nicht als Gast, sondern mit einem Durchsuchungsbeschluss.»

„Hells Angels“ zurück in Pforzheim

Auch für die Pforzheimer sind die „Hells Angels“ keine Unbekannten.Vor 15 Jahren endete ihre Geschichte in der Goldstadt  mit einem Verbot des Innenministeriums, weil die Tätigkeit des Vereins auf organisierte Kriminalität, insbesondere Gewalt-, Waffen- und Drogendelikte sowie Machtaufbau im Rotlicht- und Sicherheitsgewerbe, ausgerichtet gewesen sei. 

Nun sind sie zurück, mit neuem Clubhaus und Hunderten angereisten Rockern – und das Internet feiert. Aber woher kommt die plötzliche Beliebheit? Das lesen Sie hier.

© dpa-infocom, dpa:260428-930-1475/8

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