Gemeinden der Region
Remchingen -  27.02.2026
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Remchingen bekommt gleich zwei neue Pfarrer

Remchingen. Remchingen hat einen neuen Pfarrer, eigentlich gleich zwei: Am Freitagabend wählten der Kirchengemeinderat und Dekan Christoph Glimpel beim ersten Wahlgottesdienst in der Geschichte der im Januar fusionierten evangelischen Kirchengemeinde Remchingen Pfarrer Lukas Best auf die Stelle, die seit November durch den Wechsel von Pfarrer Friedemann Zitt von Wilferdingen nach Pforzheim frei ist. Damit ist der 31-Jährige, der sein Studium in Tübingen, Sydney, Greifswald und Heidelberg und zuletzt seinen Probedienst in Konstanz absolviert hatte, der erste neu gewählte Remchinger Pfarrer.

Brechend voll war die Christuskirche beim Vorstellungsgottesdienst von Lukas Best, den das Wahlgremium am Freitag als Pfarrer für Remchingen wählte. Nach ihrer Elternzeit möchte er sich die Stelle mit seiner Frau Mirjam teilen.

Brechend voll war die Christuskirche beim Vorstellungsgottesdienst von Lukas Best, den das Wahlgremium am Freitag als Pfarrer für Remchingen wählte. Nach ihrer Elternzeit möchte er sich die Stelle mit seiner Frau Mirjam teilen.

Foto: Zachmann

Er wird voraussichtlich im Herbst seinen Dienst in Remchingen antreten und sich dann zusammen mit den Pfarrern Dagny von der Goltz, Rudolf Kaltenbach und Diakon Patrick Zipse um die fusionierte Kirchengemeinde mit rund 5.500 Gläubigen kümmern. Doch es gibt eine weitere Besonderheit: Auch Bests Frau Mirjam ist auf der Zielgeraden ihres Vikariats. Die 32-Jährige promovierte Theologin möchte in Remchingen ihren Probedienst als Pfarrerin absolvieren. Zusammen haben die beiden einen zweijährigen Sohn und ein weiteres Kind in Erwartung. Nach Mirjam Bests Elternzeit möchten sich beide die Pfarrstelle teilen.

„Ich glaube, die Bests sind ein großer Gewinn für Remchingen und Remchingen ist ein großer Gewinn für die neue Pfarrfamilie“, freute sich Dekan Glimpel über die eindeutige Wahl, „wir dürfen gespannt sein, was der Heilige Geist aus dieser Win-win-Situation machen wird!“

Hunderte gespannte Remchinger durften die beiden schon am Sonntag vor ihrer Wahl bei einem Vorstellungsgottesdienst in der proppenvollen Wilferdinger Christuskirche kennenlernen, in der die Sitzplätze nicht ausreichten. Mit einer abwechselnd gestalteten Predigt zu Beginn der Fastenzeit stellten sie eindrucksvoll ihr Zusammenspiel unter Beweis.

„Wir sind beide in Gemeinden aufgewachsen, wo uns Menschen etwas zugetraut und eine Spielwiese ermöglicht haben. Dadurch ist unsere Liebe für das Gemeindeleben gewachsen, in dem man sich gegenseitig trägt durch Höhen und Tiefen“, verdeutlichte Best im Interview mit Regine Fassler.

Mit Ehrfurcht und Dankbarkeit blicke er auf das, was in Remchingen bereits gewachsen sei und freue sich mit seiner wachsenden Familie riesig, dazu beitragen zu können, dass das lebendige Gemeindeleben weiter aufblühe. Auf die Frage, wie sie sich gegenseitig beschreiben würden, antwortete Miriam Best: „Lukas hat unendlich viele Ideen und er sieht überall die Chancen – er ist ein Möglichmacher“, während ihr Mann ihre seelsorgerische Gabe hervorhob: „Miriam hat einen richtig guten Blick auf die Menschen, ist sehr strukturiert, eine großartige Lehrerin und leidenschaftliche Predigerin.“