Rutronik Stars Keltern ziehen ins Play-off-Finale ein
Sterne entscheiden die Halbfinalserie der Basketball-Bundesliga gegen Alba Berlin schon im dritten Spiel.
Die Rutronik Stars Keltern stehen im Play-off-Finale der Basketball-Bundesliga. Nach den beiden Auftakterfolgen in der Halbfinalserie gegen Alba Berlin entschied das Team von Trainerin Matea Tavic auch Spiel drei in Berlin für sich. Beim 54:51 war erneut die Defensive maßgeblich, offensiv taten sich die Routiniers Alexandra Wilke und Alexandria Kiss-Rusk sowie Makenna Marisa hervor, die zusammen 44 Punkte beisteuerten.
Viele hatten damit gerechnet, dass die Serie zwischen dem Meister 2025 und dem Pokalsieger 2026 länger gehen würde als über das Minimum von drei Partien. Alba wollte die Serie unbedingt verlängern – und schöpfte auch Hoffnung daraus, dass man in heimischer Halle im März die Sterne im Pokalfinale bezwungen hatte.
Immer wieder Wilke
Dagegen wollten die Rutronik Stars, die auf Trinity Baptiste und Anastasia Schlipf verzichten mussten, vermeiden, am Freitag erneut in der Sömmeringhalle antreten zu müssen. Defensiv setzten sie Alba von Beginn an unter Druck, erzwangen Ballverluste. In der Offensive verfehlten Kelterns erste Würfe das Ziel, doch dann war Alexandra Wilke zur Stelle: Sie erzielte alle Punkte ihres Teams zur 9:4-Führung. Danach trafen auch andere: Alexandria Kiss-Rusk, Makenna Marisa und Ana Mandic – die Gäste lagen 17:6 vorn. Die Schlussminute im ersten Viertel gehörte Alba, nach sieben Punkten in Folge stand es 17:13.
Berlins 7:0-Lauf beantworteten die Sterne zu Beginn des zweiten Abschnitts mit zehn Punkten in Folge zum 27:13. Dann war wieder Alba dran, verkürzte auf 27:20. Sieben Punkte war auch der Abstand am Ende der ersten Halbzeit, der die gebürtige Berlinerin Alexandra Wilke den Stempel aufgedrückt hatte: 17 Punkte standen bei Kelterns Saison-Topscorerin nach 20 Minuten zu Buche.
Anders als in den beiden Spielen in Dietlingen, als Alba in Halbzeit eins jeweils ein Viertel klar verloren hatte und zur Pause deutlich in Rückstand war, blieb das Team diesmal dran. Und machte es richtig spannend: Das dritte Viertel entschied Alba für sich (Stand nach 30 Minuten: 41:36 für Keltern) und kämpfte sich im Schlussabschnitt, nachdem sich die Rutronik Stars erneut etwas abgesetzt hatten (50:40), wieder heran. Marie Bertholdt traf zum 50:48 (37. Minute) – der Gästeerfolg hing plötzlich am seidenen Faden, Erinnerungen ans Pokalfinale wurden wach, als Berlin in der Schlussphase einen Rückstand wettgemacht hatte.
Zweimal Kiss-Rusk
Die Geschichte wiederholte sich nicht: Kiss-Rusk traf zweimal – 54:48, 70 Sekunden verblieben. Alba verkürzte aus der Distanz auf 54:51, 37 Sekunden vor Schluss. Keltern verwarf und gab Berlin eine letzte Chance – sie wurde vergeben. Die Gäste bejubelten ihren Einzug in die Finalserie, die am 24. April beginnt – gegen Marburg oder den Mitteldeutschen BC.
„Wir sind froh über den Sieg, stehen im Finale – was wollen wir mehr?“, sagte Kelterns Teammanager Dag Schiffer, der auch dem diesmal knapp unterlegenen Gegner Respekt zollte für dessen „gute Leistung“.
