SWP-CityLauf mit spannendem Zielsprint im Enzauenpark
Pforzheim. Am Ende war es eine Sekunde, die Vorjahressieger Gabriel Endres (Sparkasse Pforzheim Calw) am Freitag beim CityLauf Pforzheim zum zweiten Triumph in Folge fehlte. Paul Jelden (Laufteam Rennwerk/LG Region Karlsruhe) hatte auf den letzten Metern vor dem Ziel im Enzauenpark das Tempo noch einmal verschärft und im Schlussspurt auch Endres abgehängt – wenn auch nur hauchdünn.














Jelden war im Vorfeld als Favorit gehandelt worden, da er die schnellste Meldezeit hatte. Er selbst war sich da nicht so sicher gewesen. „Das ist mein erster Lauf seit zehn Monaten. Es war ein bisschen eine Wundertüte für mich“, erklärte Jelden, der nach einer Verletzung erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen war.
Schon von Anfang an formierte sich an der Spitze des Feldes eine Gruppe, die mit Favoriten nur so gespickt war. Neben Jelden hatten sich Tim Weber (VfB Pfinzweiler), Markus Nippa (Hochschule Pforzheim), Christian Dihlmann (Bäckerei Dihlmann) und Vorjahressieger Endres nach vorne gearbeitet. Letztlich mussten alle bis auf Endres den späteren Sieger ziehen lassen. „Am Ende hat Paul das Tempo angezogen“, so Endres. „Ich habe es kontinuierlich gesteigert“, ergänzte Jelden und grinst.
"Wir mussten uns durchboxen"
Für Jelden war es der erste CityLauf in Pforzheim. Es sei etwas abenteuerlich gewesen, da es sehr voll auf der Strecke war, so Jelden. „Es war sehr eng, wir mussten uns durchboxen.“ Als Führungsgruppe habe man sich zusammen einen Weg durch die Menge gebahnt, erzählte er.
536 Läufer hatten sich für den SWP-Hauptlauf angemeldet, 536 erreichten das Ziel. Dementsprechend eng war es teilweise auf dem Rundkurs. Vor allem nach dem Start musste man aufpassen, niemandem auf die Füße zu treten. Nach und nach entzerrte sich das Feld, durch das sich die Führungsgruppe beim Überrunden schlängelte. Nach 32:02 Minuten und 9,3 Kilometern kam Jelden als Erster ins Ziel, gefolgt von Endres (32:03) und Dihlmann (32:28).
In Runde zwei eingebrochen
Bei den Frauen durfte sich Valerie Reetz (Laufteam Rennwerk) als Siegerin feiern lassen. Mit Platz eins habe sie nicht gerechnet, erzählte sie nach der Siegerehrung. „Ich wusste aber, dass es für einen Platz unter den ersten drei reichen könnte“, sagt Reetz. Allerdings sei sie das Rennen am Anfang zu schnell angegangen. „In Runde zwei bin ich dann eingebrochen.“ Nachdem sie zu Beginn des Rennens an Christine Wax (SV Oberkollbach) vorbeigezogen war, rechnete Reetz fest damit, dass diese noch einmal angreifen und sie überholen würde. „Ich war ja dann deutlich langsamer unterwegs“, so Reetz. Doch die befürchtete Attacke blieb aus und nach 38:59 Minuten erreichte Reetz als erste Frau die Ziellinie. Rang zwei sicherte sich Eileen Pfaffeneder (Stadt Pforzheim/40:00 Minuten) und Wax (40:21).
Mit den Siegern um die Wette strahlte am Ende auch Mareike Röder vom Badischen Leichtathletik-Verband (BLV), der den CityLauf ausrichtet. Mit insgesamt 1606 Teilnehmern war das Event am Ende ausgebucht. „Wir hatten keinen Startnummern mehr“, berichtete Röder, die eine durchweg positive Bilanz. „Das Wetter war gut und auch die Stimmung bei den Zuschauern war super.



























Läufer mit Herz
Erstmals konnten die CityLauf-Teilnehmer einen Teil des Startgeldes an den PZ-Hilfsverein „Menschen in Not“ spenden. Bei der Aktion „Läufer mit Herz“ kam mit 1500 Euro eine stattliche Summe zusammen. Auch der BLV und die Stadtwerke Pforzheim, Hauptsponsor des CityLaufs, steuerten dazu einen Teil bei.
{element10}
