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Bad Wildbad -  29.04.2026
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Sanierung der Fünf-Täler-Schule in Bad Wildbad voraussichtlich im Sommer 2028 abgeschlossen

Bad Wildbad. Bad Wildbad. Mit der Vergabe der nächsten Schritte zur Umsetzung der großflächigen Sanierung der Fünf-Täler-Schule an der Höfener Straße in Calmbach befasste sich der Bad Wildbader Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung. Bürgermeister Marco Gauger stellte klar, dass dies zurzeit das größte Bauprojekt der Bäderstadt sei. Stadtbaumeister Volkhard Leetz erklärte die Ausschreibung von 2020/2021 der Architekten beziehungsweise Ingenieurleistungen der einzelnen Bauabschnitte in vier Losen.

Im großzügigen Treppenhaus der Fünf-Täler-Schule in Calmbach soll ein zweiter Rettungsweg entstehen.  Ulrike Knöller
Im großzügigen Treppenhaus der Fünf-Täler-Schule in Calmbach soll ein zweiter Rettungsweg entstehen. Ulrike Knöller Foto: Knöller

Ende August geht es los

Los 1 betrifft die Ausführungsplanung für das gesamte Schulgebäude. Los 2 war zuständig für den ersten Bauabschnitt, den Neubau im Bereich der ehemaligen Pausenhalle, Bauteil C. Dieser ist bereits in Betrieb. Für das Bauteil B, den zweiten Bauabschnitt im ehemaligen Neubau, zeichnet Los 3 verantwortlich. Dieser Bauabschnitt ist bereits im Gange und soll nach den Sommerferien in Betrieb genommen werden. Nun stand die Vergabe für das vierte Los an. Dieses Los betrifft die Vorbereitungen für den Bauteil A, das historische Gebäude. Entsprechende Förderbewilligungen liegen bereits vor, so dass die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Los 3 war 2024 an ein Stuttgarter Fachplanungsbüro vergeben worden. Dieses steht nicht mehr zur Verfügung. Katrin Wenckebach, langjährige Mitarbeiterin des Büros, ist mittlerweile Freie Architektin und wurde von der Verwaltung für Bauabschnitt Los 4 vorgeschlagen, um keine weitere Schnittstelle zu schaffen. Dem Gemeinderatsgremium erläuterte sie den geplanten Bauablauf. Baubeginn soll in der Kalenderwoche 36 – also Ende Augusts – dieses Jahres sein. Erdarbeiten, Abdichtung, Drainage, Entwässerungskanalarbeiten machen den Anfang. Ausbesserung der Außenwände des Untergeschosses, Schadstoffsanierung, Innenausbau, Auswechseln der Fenster durch historisch anmutende energetische Fenster, Innenputz, Innenausbau, Malerarbeiten und selbstverständlich Brandschutz, stehen ebenso auf der Agenda wie Maßnahmen im großzügigen Treppenhaus.

Dort soll ein dringend notwendiger zweiter Rettungsweg angelegt werden. Auch Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema. Für die Dachsanierung sollen, soweit möglich, die historischen Ziegel mitverwendet werden.

„An der Fassadenhülle werden wir nicht viel ändern, sie bildet die Schaufläche“, erläuterte Wenckebach.

Ein Herzensthema bildet für die engagierte Architektin, die zurzeit einen Lehrgang im Bereich Sachverständiger für Gebäudeschäden absolviert, der Übergang vom historischen Gebäude zum ehemaligen Neubau aus den 1960er-Jahren. Dieser wurde früher abgerissen, der Zugang ziemlich lieblos mit Brettern verschlossen. Die historische Wand soll wiederhergestellt werden.

Zu erwartende Kosten in Höhe von 8,8 Millionen stehen zu Buche, ursprünglich waren 6,1 Millionen angedacht. Leetz erklärte:

„Wir lagen in unserer Hochrechnung im Haushalt bereits bei 8,3 Millionen Euro. Wir haben während der Bauphase erlebt, dass wir 30 Prozent darüber lagen, auch schon darunter. Nun liegen wir zehn Prozent darüber.“

Aufgrund des beschränkten Platzes für Baufirmen könnten Parallelarbeiten schwierig werden. Sollte alles glattgehen, könnte die Sanierung dennoch bis zu den Pfingstferien 2028 abgeschlossen sein. Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, Katrin Wenckebach mit dem Los 4 zu beauftragen, wurde einmütig zugestimmt.