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Bad Wildbad -  24.06.2026
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Sanierung der Guldenbrücke: So lange haben Autofahrer noch freie Fahrt im Oberen Enztal

Bad Wildbad. Der Wald ist gerodet, die Sanierung der Guldenbrücke zwischen Bad Wildbad und Enzklösterle kann beginnen. Wie Bad Wildbads Bürgermeister Marco Gauger in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend berichtete, trafen sich in dieser Woche alle Beteiligten der umfangreichen Baumaßnahme zu einem Vor-Ort-Termin.

Die Sanierung der Guldenbrücke rückt näher.
Die Sanierung der Guldenbrücke rückt näher. Foto: PZ-Archiv

Darunter waren Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe, der Stadtverwaltung, der Rettungsdienste und der Busunternehmen.

Gauger fasste die Ergebnisse der Besprechung zusammen: „Mit dem Bau der Ersatzbrücke wird noch vor den Sommerferien begonnen. Die Bauzeit beträgt zwölf Monate.“

Gauger betonte jedoch auch, dass die umfangreiche Sanierung des markanten Bauwerks mit Einschränkungen verbunden sein wird. Trotz Behelfsbrücke müsse die Landesstraße an dieser Stelle für rund drei bis vier Wochen voll gesperrt werden. Lediglich Rettungskräfte und Linienbusse könnten den Bereich in dieser Zeit passieren. Zudem wies er darauf hin, dass die Behelfsbrücke nur einspurig befahrbar sein werde. Der Verkehr werde deshalb per Ampel geregelt, wodurch Wartezeiten nicht auszuschließen seien.

Noch bleibt die Strecke durchs Enztal frei. Die Sperrung der Guldenbrücke, die täglich von rund 3000 Fahrzeugen genutzt wird, ist nach aktuellem Stand erst für November vorgesehen. Vor den Sommerferien beginnen die Arbeiten zunächst mit dem Umbau des Enztalradwegs, der als Behelfsumfahrung dienen soll.

Notwendig ist die Sanierung, weil die rund 140 Jahre alte Brücke nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Nach Angaben des RP bestehen Defizite bei der Standsicherheit, zudem gilt die Absturzsicherung als unzureichend. Erneuert werden die Oberbaukonstruktion, die Schutzplanken und die Bereiche neben der Fahrbahn. Darüber hinaus sollen die Kurven verbreitert werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Ein Neubau kommt wegen des Denkmalschutzes nicht infrage.

Das mehr als drei Millionen Euro teure Projekt ist aufwendig, weil der Verkehr während der Bauarbeiten über eine provisorische Brücke weiter durch das Enztal geführt werden soll. Während der Sanierungsphase wird der Schwerlastverkehr überörtlich über die B 294 umgeleitet. Autos, Linienbusse und Rettungsfahrzeuge können die Ersatzbrücke nutzen.

Insgesamt rechnet das Regierungspräsidium mit einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren. Nach Abschluss der Sanierung werden die Behelfsbrücke, die Zufahrten, die Widerlager und die Kranplätze wieder zurückgebaut.

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