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Kreis Calw -  16.06.2026
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Saxofon-Quartett aus der Region zählt zur Nachwuchselite: Großer Erfolg bei „Jugend musiziert“

Ein hervorragender Erfolg für vier junge Saxofonisten und ihren Lehrer Ralph Gundel: Max aus Pforzheim, Nils aus Enzklösterle sowie Luca und Jari aus Nagold haben beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Regensburg einen dritten Preis erspielt. Damit zählt das Saxofon-Quartett zu den besten Nachwuchsensembles Deutschlands. Die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb hatten sich die vier jungen Musiker bereits beim Landeswettbewerb verdient.

Der Hohenwarter Max Gindele, die Nagolder Luca Tober und Jari Aldinger sowie Nils Wagner aus Enzklösterle nahmen im Mai erfolgreich am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil.
Der Hohenwarter Max Gindele, die Nagolder Luca Tober und Jari Aldinger sowie Nils Wagner aus Enzklösterle nahmen im Mai erfolgreich am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Foto: Ralph Gundel

Nun überzeugten sie auch auf Bundesebene mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm, das klassische und jazzige Elemente miteinander verband.

„Jazzige Anklänge sind bei ,Jugend musiziert‘ durchaus erlaubt“, erklärt ihr Lehrer Ralph Gundel. Besonders freut ihn, dass alle vier Schüler seine große Begeisterung für den Jazz teilen. Für ihren Auftritt hatten die jungen Musiker ein modernes Konzertprogramm zusammengestellt. Dazu gehörte unter anderem das Werk „Ulla in Afrika“ von Georg Philipp Telemann, das mit afrikanischen Rhythmen spielt und in einer Bearbeitung der WDR Big Band bekannt geworden ist.

Außerdem interpretierten sie das Stück „Bee’s Knees“ von Lenny Niehaus. Den Höhepunkt bildete das rund 20-minütige Werk „Mon Tuno“ des kubanischen Komponisten Paquito D’Rivera, das den jungen Musikern technisch und musikalisch alles abverlangte. Hinter dem Erfolg steckt fast ein Jahr intensiver Vorbereitung. Bereits vor den Sommerferien hatte Gundel seinen Schülern die Noten ausgehändigt. Darüber hinaus erstellte er für jedes Werk eigene Audioaufnahmen. In seinem heimischen Tonstudio spielte er sämtliche vier Saxofonstimmen ein, damit sich die Schüler an einer korrekten Interpretation orientieren konnten. „Wenn jeder dann seine Saxofon-Stimme kann, wird gemeinsam geübt“, gibt Gundel einen Einblick in die aufwendige Probenarbeit.

Lange Proben zum Erfolg

Ab November begannen die Ensembleproben. Dabei erwies sich weniger die Musik als vielmehr die Organisation als größte Herausforderung. „Aber die Probenplanung war die größte Herausforderung“, bilanziert Gundel. Unterschiedliche Wohnorte, Zugverbindungen und nicht zuletzt die Abiturprüfungen mussten unter einen Hut gebracht werden. Einige der jungen Musiker haben ihr Abitur erst vor Kurzem gebaut. Umso größer war die Freude über die erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb. „Alle vier Schüler konnten in diesem Jahr ihren Frieden mit dem Musikwettbewerb ,Jugend musiziert‘ machen“, erzählt Gundel. Die Qualifikation für das Bundesfinale und der Erfolg in Regensburg seien für die jungen Musiker eine besondere Bestätigung ihrer Arbeit.

Auch für Gundel selbst ist der Erfolg ein weiterer Höhepunkt seiner langjährigen Tätigkeit als Musikpädagoge. Der 59-Jährige studierte am Konservatorium mit Hauptfach Jazz-Saxofon und unterrichtet seit 1998 an der Städtischen Musikschule Nagold. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Musiker in verschiedenen Ensembles aktiv. Schon mehrfach konnten seine Schülerinnen und Schüler bei „Jugend musiziert“ Erfolge feiern. Dass es diesmal bis zum Bundeswettbewerb nach Regensburg ging, war für Gundel etwas Besonderes. Natürlich begleitete er sein Quartett persönlich. „Das ist Ehrensache“, sagt er.

Mit ihrem dritten Bundespreis haben Max, Nils, Luca und Jari eindrucksvoll gezeigt, dass musikalisches Talent, Ausdauer und Teamgeist auch auf höchster Ebene belohnt werden.

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