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Vaihingen an der Enz -  14.07.2020
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Scheidtweiler: Schloss-Idyll in Vaihingen soll bald viele Gäste anlocken – Land unterstützt die Umbauten mit Millionensumme

Vahingen. Der Dornröschenschlaf endet – und wenn es nach Wolfgang Scheidtweiler geht, endet er mit einem Knall: Denn was der Pforzheimer Unternehmer auf Schloss Kaltenstein in Vaihingen plant, dürfte viel Beachtung finden – längst nicht nur in der Stadt selbst, sondern im gesamten Umland.

Majestätisch thront das von Rebhängen umgebene Vaihinger Schloss Kaltenstein über der Stadt. Bald sollen dort die Umbauarbeiten beginnen, die rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Foto: Meyer
Majestätisch thront das von Rebhängen umgebene Vaihinger Schloss Kaltenstein über der Stadt. Bald sollen dort die Umbauarbeiten beginnen, die rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Foto: Meyer

Das Jahrhunderte alte Gemäuer hoch über Stadt und Enz, das einen traumhaften Blick in die Region bietet, soll in den kommenden Jahren umfassend saniert, renoviert und umgebaut werden, um künftig als Hotel mit Gastronomie genutzt werden zu können. Fortan also soll Schloss Kaltenstein Gäste anlocken, die es sich im östlichen Enzkreis sowie im angrenzenden Landkreis Ludwigsburg gutgehen lassen wollen.

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Im Rahmen eines Pressegesprächs haben Scheidtweiler, Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch sowie Jörg Krauss, Amtschef im baden-württembergischen Finanzministerium, das Konzept nun vorgestellt und eine vertragliche Vereinbarung zur Entwicklung des Gebäudekomplexes geschlossen. Denn während das Schloss Landeseigentum bleibt, werden dem Investor umfangreiche Nutzungsrechte eingeräumt, Damit ist die Grundlage gelegt, das Schloss als Hotel mit angeschlossener Gastronomie betreiben zu dürfen. „Der Startschuss ist gefallen. Nun kann diese außergewöhnliche Kulturliegenschaft attraktiv gestaltet und für Gäste zugänglich gemacht werden“, sagte Amtschef Jörg Krauss. „Durch die neue Nutzung kann dieses für Vaihingen und die Region wichtige Wahrzeichen ein touristischer Anziehungspunkt mit Strahlkraft werden.“ Das Land habe die Verpflichtung, seine historischen Gebäude zu bewahren, sie aber auch weiterzuentwickeln und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. „Gerade im Hinblick darauf, dass wir in Baden-Württemberg Defizite bei der touristischen Infrastruktur haben, ist es umso schöner, dass dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Wolfgang Scheidtweiler verwirklicht werden kann“, so Krauss weiter.

Komplexe Verhandlungen

Scheidtweiler selbst zeigte sich hoch erfreut, dass die langen und komplexen Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. „Es war nicht leicht, alle Interessen unter einen Hut zu kriegen“, gestand der Unternehmer. Ziel sei es, das Schloss wieder zu dem Juwel zu machen, das es immer war. „Es ist wie eine alte Lady, die gerade keine tollen Kleider trägt. Das wird sich ändern“, sagte Wolfgang Scheidtweiler.

Mehr über den Umbau des Vaihinger Schlosses lesen Sie am Mittwoch, 15. Juli 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: pep und max