Gemeinden der Region
Pforzheim -  30.07.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Schlössle-Galerie Pforzheim: Und wieder wechselt der Manager

Pforzheim. Um das Thema des Pressetermins wurde im Vorfeld ein großes Geheimnis gemacht. Nun hat Bernd Reymendt am Donnerstagnachmittag den Vorhang eigenhändig gelüftet: Er wird zum August seinen Stuhl als Chef der Schlössle-Galerie räumen. Dort nimmt dann der 42-jährige Mile Zovko ab August Platz.

Schlüsselübergabe im Centermanagement der Schlössle-Galerie: Der bisherige Stellvertreter Mile Zovko (links) übernimmt die Aufgabe vom bisherigen Manager Bernd Reymendt.
Schlüsselübergabe im Centermanagement der Schlössle-Galerie: Der bisherige Stellvertreter Mile Zovko (links) übernimmt die Aufgabe vom bisherigen Manager Bernd Reymendt. Foto: Roth

Damit übernimmt ein Pforzheimer. Zumindest bezeichnet sich der aus dem kroatischen Bereich Herzegowinas stammende Zovko als Goldstädter. „Ich wohne ja schon seit 36 Jahren hier.“ In der Öffentlichkeit hat er sich bereits als Stellvertreter gezeigt – etwa bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Schlössle-Galerie oder beim verkaufsoffenen Sonntag. Ein Heimspiel, das er sichtlich genoss. Wie es bei dessen Arbeitgeber – der MEC Metro-Ece Centermanagement GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf – nicht unüblich sei, werden beide MEC-Manager auch weiterhin zwei Häuser leiten. Zovko wird den „RemsPark“ in Waiblingen behalten.

Sein Vorgänger in Pforzheim hatte bei seiner offiziellen Einführung im August 2025 als damals 61-Jähriger in der Schlössle-Galerie verkündet: „Ich bin hier dauerhaft.“ Nun also doch nicht. Das habe, wie Reymendt versichert, nichts mit dem Pforzheimer Standort zu tun. Eher mit dem Wohnort. „Ich bin ein Hesse und wohne in Darmstadt.“ Und als solcher leitet er auch in Zukunft das hessische Einkaufscenter „Dreieich Nordpark“ und übernimmt von Zovko die Mainzer „Römerpassage“. Ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, mit gutem Ausgang für die beiden Männer, die nun nicht mehr „auf der Raststätte an der Autobahn abklatschen“ müssen (Zitat Reymendt). Er geht nicht, ohne Erreichtes anzusprechen: Lebensmittel bleiben zwar wegen der zu kleinen Flächen ein Traum, aber er hinterlasse nur drei Mieterlücken, und mit dem Dachgartenfest (die PZ berichtete) habe man nun immerhin gezeigt, dass die Ebene wieder in den Fokus genommen wird.

Das will auch der aus dem Hotelgewerbe kommende Zovko, der 17 Jahre lang Hotels geleitet hat. Er ist seit knapp zwei Jahren bei MEC. Auf seiner Liste ganz oben steht aber zunächst, die Mieterlücken zu schließen. „Das kriegen wir wieder voll“, sagt Reymendt.

Und dann wird Zovko auch die schwierige Aufgabe übernehmen müssen, Handwerker zu finden, die die Terrasse sanieren sowie einen Gastronomen, der auf dem Dach dauerhaft im bereits bestehenden Gebäude „ein Café oder etwas anderes“ betreibt. Man träumt vom kommenden Sommer.

Bis dahin sind weitere „Events“ geplant, so soll der „Lichterzauber“ mit Feuerwerk möglichst noch in diesem Jahr wiederbelebt werden, der laut Reymendt zwar „extrem viel kostet“, aber weithin in aller Munde war, als es zuletzt Ende Juli 2024 am Himmel weithin sichtbar explodierte.

Den innerstädtischen Baustellen sieht man an diesem Standort in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 80 gelassen entgegen. Gelassenheit lautet die Grundstimmung, zumindest nach außen. „Die Schlössle-Galerie gibt es jetzt seit 20 Jahren, das ist schon mal eine Aussage“, findet der Neue.

Nach einer langen Liste der Centermanager – siehe Kasten – , die das Haus in den 20 Jahren seit Eröffnung gesehen hat, geht man nun von einer gewissen Konstante aus.

Für Zovko wird mit der neuen Aufgabe nicht nur der Arbeitsweg zumindest ins Pforzheimer Center ein kurzer von seinem Wohnort in Büchenbronn aus. Es sei, so sagt er im Gespräch mit der PZ mehr als nur ein neuer Job: „Für mich war es eine Herzensangelegenheit, dieses Center zu bekommen.“ Er habe schon den Bau der Schlössle-Galerie erlebt. Für ihn fühle es sich an wie ein „Nachhausekommen“.

Auf die lange Liste seiner Vorgänger angesprochen fügt er nicht ganz ernst gemeint lachend hinzu: „Ich gehe davon aus, dass ich erst mal der letzte Manager hier bin.“

VG WORT Zählmarke