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Enzkreis -  14.07.2020
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Schon was vor um 3.30 Uhr? Wenn der Nachthimmel mitspielt, macht Komet Neowise die Fotografen glücklich

Pforzheim. Aktuell könnte es oben auf dem Wartberg-Plateau etwas eng werden. Von dieser Anhöhe herab hat man einen herrlichen Blick auf Pforzheim – und offenbar auch auf den Komet Neowise. Der schwirrt zwar gerade mehr als 100 Millionen Kilometer von der Erde durchs All, aber das ist für seine Verhältnisse ganz schön nahe am blauen Planeten. Und weil das nur alle 5000 bis 7000 Jahre passiert, zieht dieses Ereignis jede Menge faszinierter Sternengucker und Fotografen an.

Neowise vom Wallberg aus gesehen.
Neowise vom Wallberg aus gesehen.

Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger
Immer wieder faszinierend: Komet Neowise bringt Fotografen um den Schlaf. Fotos: dpa, Anita Herff/Fotosudio Herff/Fantasyphotoart, Martina Schmid, Siegmund Brenk, Volker Arnold, Maximilian Engelsberger

Martina Schmid aus Neuenbürg-Arnbach zum Beispiel ist schon am vergangenen Freitag auf den Wallberg gestiegen. Um 3.37 Uhr hat sie auf den Auslöser gedrückt und den Komet Neowise im Osten über Pforzheim eingefangen.

Dass man nicht unbedingt auf Hügel klettern muss, um den Kometen zu erhaschen, beweist Anita Herff vom Fotosudio Herff, die in der Nacht auf Dienstag einfach aus ihrem Schlafzimmerfenster in Pforzheims Nordstadt in Richtung Hohberg/Hohwald fotografiert hat.

"Den Kometen kann man ab circa 22.45 Uhr im Nordwesten auch mit dem Fernglas sehen", berichtet Siegmund Brenk aus Pforzheim. Die beiden Aufnahmen oben und unten entstanden vom Brenkschen Balkon an der August-Kayser-Straße aus mit teilweise freier Sicht nach Nordwesten.

Maximilian Engelsberger hat am Sonntag zwischen 3 Uhr und 4.40 Uhr den Komet über den Hängen des Naturparks Stromberg-Heuchelberg eingefangen. Im Vordergrund sind die Lichter von Illingen zu sehen.

Und so sieht der Komet Neowise über Mönsheim aus. Volker Arnold hat auf ein paar Stunden Nachtruhe verzichtet und den Schweifstern im Bild festgehalten.

Im Moment muss man noch mitten in der Nacht aufstehen, um gute Fotos zu schießen - bevor Neowise von der aufgehenden Sonne überstrahlt wird. „Ab dem 18. Juli ist er dann in Deutschland nur noch abends zu sehen», sagt Wissenschaftlerin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Inzwischen verschwindet Neowise die ganze Nacht über nicht mehr unter dem Horizont. Er wandert nach Sonnenuntergang vom Nordwesten gen  Nordosten, bevor mit dem Sonnenaufgang das Umgebungslicht zu hell wird und der Komet nicht mehr zu sehen ist. Mit einem Fernglas kann man schon sehr gut Details und den langen Schweif erkennen.

Und: «Am 23. Juli steht er der Erde am nächsten», so Carolin Liefke. Dann beträgt die Entfernung des Kometen von der Erde nur noch 103 Millionen Kilometer. Das entspricht ungefähr zwei Dritteln des mittleren Abstands der Erde zur Sonne. Das alles aber nützt der Fotografenseele nur, wenn der Nachthimmel mitspielt. Ein dichter Wolkenhimmel 

Kometen sind Himmelskörper, die um die Sonne kreisen. Sie bestehen unter anderem aus Eis und Staub, ein bisschen so wie riesige, schmutzige Schneebälle. An sich nichts Besonderes. Aber in der Nähe der Sonne bilden sie jedoch einen hell leuchtenden Schweif, der schön aussieht und das Gebilde am Himmel so ganz anders aussehen lässt als die üblichen Sterne am Firmament. Kometen als Schicksalsboten oder Zeichen der Götter spielen in vielen Regionen einen Rolle. Manche vermuten im „Stern von Bethlehem“, der die drei Weisen aus dem Morgenland zur Krippe mit dem Jesus-Kind geführt haben soll, einen Kometen.

Autor: tok und dpa