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Kriminalität -  22.06.2026
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Schüsse in Montreal: Polizist, Zivilist und Verdächtiger tot

Am helllichten Tag fallen in einem dicht bewohnten Viertel der kanadischen Metropole Montreal Schüsse. Dutzende sollen es laut Augenzeugen gewesen sein. Von einem «Alptraum» spricht die Polizei.

Schüsse in Montreal
Bei der Schießerei wurde ein Polizist getötet. Foto: Christopher Katsarov/The Canadian Press/AP/dpa

 

Bei dem getöteten Zivilisten handelt es sich nach Angaben einer jüdischen Organisation in Kanada um ein Mitglied der jüdischen Gemeinde Montreals. Örtlichen Medienberichten zufolge soll der Mann 68 Jahre alt gewesen sein. Videos, die nach der Tat im Internet kursierten, deuten laut Medienberichten darauf hin, dass er möglicherweise von Polizisten erschossen wurde. Die Polizei verwies dazu auf laufende Ermittlungen.

Das mutmaßliche Manifest - Eine Bedrohung für Polizisten?

Kanadischen Medien zufolge soll der Täter ein Manifest verfasst haben. Eine Bestätigung der Sicherheitsbehörden gab es dafür zunächst nicht. Laut «Globe and Mail» ist im Anschluss an die Tat eine Warnung an Polizeibehörden im ganzen Land verschickt worden, in der vor Nachahmungstaten gewarnt worden sei. Die Zeitung beruft sich dabei auf informierte Kreise. Im mutmaßlichen Manifest werde die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf Polizisten zu schießen.

Weiteren Medienberichten zufolge enthielt das Dokument demnach auch hasserfüllte Sprache, die typisch für die sogenannte Incel-Bewegung ist - eine antifeministische Online-Community, die archaische Rollenbilder und frauenfeindliche Narrative propagiert.

© dpa-infocom, dpa:260622-930-265383/5

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