Schulterschluß für die neue Wache Ost: Das waren die Themen bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Pforzheim
Pforzheim. Pforzheim. Etwa 320 Feuerwehrleute aus Pforzheim trafen sich am Freitagabend in der Bergdorfhalle – Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der acht ehrenamtlichen Abteilungen Brötzingen-Weststadt, Büchenbronn, Dillweißenstein, Eutingen, Haidach, Hohenwart, Huchenfeld und Würm. Außerdem nahmen an der jüngsten Jahreshauptversammlung zahlreiche Repräsentanten aus Politik und Verwaltung sowie aus anderen Blaulichtorganisationen als Gäste teil.
Zwei Themen prägten die Veranstaltung: Beförderungen, Ehrungen und Verabschiedungen waren ebenso Schwerpunkt wie die Feuerwache Ost, die sowohl in den Grußworten von Sozialbürgermeister Fillbrunn und Hubert Vollmer (Stadtfeuerwehrverband) als auch in der Rede von Kreisbranddirektor Sebastian Fischer zum zentralen Thema wurde.
Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn vertrat den erkrankten Dirk Büscher. Er betonte: „Das Thema ‚Feuerwache Ost‘ steht bei uns ganz oben auf der Agenda.“ Hubert Vollmer, der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, griff das Thema ebenfalls auf.
Er erinnerte eindringlich daran, dass der Gemeinderat den Neubau in Eutingen bereits im Juli 2020 in den Planungen bis 2030 einstimmig verabschiedet hat, und forderte die Anwesenden wie auch alle anderen Ratsmitglieder auf: „Stehen Sie zu Ihrem Gemeinderatsbeschluss und zur Feuerwehr!“ Außerdem sagte er: „Die Mitarbeiter der Stadt Pforzheim bekommen ein Deutschland-Ticket. Warum bekommen wir Feuerwehrangehörigen dieses Ticket nicht? Sind wir nicht auch Mitarbeiter der Stadt Pforzheim?“ Der leitende Stadtbranddirektor und Kommandant Sebastian Fischer wurde noch deutlicher: Auch er rief den Feuerwehrbedarfsplan 2020–2030 in Erinnerung: „Die durchgeführte Standortanalyse ergab das Außengelände des Turnvereins Eutingen oder den Dreschplatz als am besten geeignete Standorte. Alternative Flächen sind mit erheblichen rechtlichen, planerischen und finanziellen Risiken verbunden oder würden zu Verzögerungen, Mehrkosten und zu einer strukturellen Schwächung der Freiwilligen Feuerwehr führen. Und vor einer strukturellen Schwächung der Freiwilligen Feuerwehr warne ich als Kommandant ausdrücklich.“
Direkt an die Gemeinderäte gewandt, sagte Fischer: „Im Haushaltsjahr 2026 ist eine Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2027 in Höhe von 500.000 Euro vorgesehen. Die Baukosten für die Feuerwache sind in der mittelfristigen Finanzplanung enthalten – und zwar jetzt, nicht auf einer Wunschliste für 2031 und die Folgejahre. Wir scheitern gerade nicht am Geld!“
Ehrungen, Beförderungen und Verabschiedungen
Verabschiedungen, Beförderungen und Ehrungen bestimmten den Rest des Abends. Als Abteilungskommandanten wurden sowohl Jens Witteck (nach 33 Jahren in Hohenwart) als auch Marc Golderer (nach 20 Jahren in Büchenbronn) verabschiedet. Gerold Naujocks wurde nach zehn Jahren in der Abteilung Haidach als stellvertretender Abteilungskommandant verabschiedet. Zu Löschmeistern wurden ernannt: Devid Bauer und Benedikt Krauth (beide Brötzingen-Weststadt) sowie Jens Semrok (Würm). Zu Oberlöschmeistern wurden ernannt: Daniel Köbel und Markus Tietze (beide Haidach), Markus Eisenhardt, Ann-Cathrin Kahrs und Alexander Kahrs (alle Hohenwart), Marco Klittich und Dominik Siegert (beide Büchenbronn) sowie Julian Landsgesell (Huchenfeld). Zu Hauptlöschmeistern wurden Simon Stamm (Brötzingen-Weststadt) und Viktor Eskin (Haidach), zu Brandmeistern wurden Stefan Kunzmann (Dillweißenstein) und Robin Fix (Eutingen) ernannt. Mit einer Dankurkunde des Oberbürgermeisters Peter Boch wurden Karlheinz Golderer (Büchenbronn), Bernd Leiser (Huchenfeld) und Ottmar Ritter (Eutingen) für ihren mehr als 60-jährigen Dienst geehrt. Für mehr als 70-jährige Zugehörigkeit und pflichtgetreue Dienstleistung wurden Fritz Deutsch (Büchenbronn), Bernhard Kreutel (Büchenbronn) und Gerhard Gräßle (Big Band „Brandheiß“) geehrt. Jeweils mit einer Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber wurden ausgezeichnet: Nadja Hermsdorf (Büchenbronn) und Jerome Thomsen (Huchenfeld). Außerdem erhielt Sabine Raffel eine Ehrennadel für ihre 28-jährige Tätigkeit als Jugendwartin der Abteilung Dillweißenstein.
